OTS0159 5 CI 0459 NEF0012 WI Do, 21.Jun 2018
Wohnbau / Verbraucher / Preise / Immobilien

Betriebskostenspiegel 2018 der Mietervereinigung Wien

Die Betriebskosten sind im Jahresvergleich um rund 4 % gestiegen. Der Betriebskostenspiegel 2018 der Mietervereinigung Wien deckt die Preistreiber auf.

Wien (OTS) - Bereits zum zehnten Mal präsentiert die Mietervereinigung Wien (MVÖ) die verlässlichsten Zahlen zum Preisgefüge von Betriebskosten in privaten Mietshäusern. Aufgrund laufender Überprüfungen für ihre Mitglieder gewinnt die MVÖ genaue Einblicke in die Abrechnungen und kann einen repräsentativen Durchschnittswert ermitteln. Der komplette Datenbestand aus dem Jahr 2016 liegt nun als Betriebskostenspiegel 2018 der MVÖ vor.

Mehr als ein Drittel der Betriebskosten entfallen auch im Jahr 2016 auf Verwaltungshonorare und Versicherungsprämien. Die MVÖ fordert seit jeher, dass diese Kosten nicht auf die Mieter abgewälzt werden dürfen.

Die Betriebskostenabrechnungen für das Jahr 2017 sind bis spätestens 30. Juni 2018 zu legen. Eine gute Gelegenheit für alle Mieter, den aktuellen Betriebskostenspiegel als Vergleichsbasis heranzuziehen. Elke Hanel-Torsch, Landesvorsitzende der Mietervereinigung Wien, empfiehlt, die Betriebskostenabrechnung genau zu kontrollieren. Oft wird diese zu Lasten der Mieter falsch ausgefertigt - oder überhaupt nicht vorgelegt. „Wenn Sie bis 30. Juni keine Abrechnung erhalten haben, dann fordern sie diese von der Hausverwaltung oder vom Vermieter an. Als Mieter haben Sie das gesetzliche Recht auf eine Betriebskostenabrechnung“, erklärt Hanel-Torsch.

Im Abrechnungsjahr 2016 betrugen die monatlichen Nettobetriebskosten pro Quadratmeter Nutzfläche rund 2,03 Euro (2015: 1,95 Euro). Die Betriebskosten sind damit um rund 4 % gestiegen. Die Jahresinflationsrate 2016 betrug 0,9 %.

Eine 70 m²-Wohnung war im Jahr 2016 mit monatlich durchschnittlich rund 142,10 Euro an Betriebskosten (1.705,20 Euro jährlich) belastet. 2015 waren es noch 136,50 (1.638 Euro jährlich).

Die wichtigsten Betriebskostenpositionen im Überblick:

  • Die Versicherungsprämien sind am stärksten gestiegen. Sie betrugen 2015 noch rund 5,03 Euro/m², 2016 bereits rund 5,46 Euro/m².
  • Die Müllentsorgungskosten sind von jährlich 2,73 Euro/m² auf 2,83 Euro/m² leicht gestiegen.
  • Die jährlichen Wasserkosten sind von 4,12 Euro/m² auf 4,35 Euro/m² gestiegen.
  • An Reinigungskosten sind 2015 noch 5,43 Euro/m² angefallen, 2016 waren es jährlich 5,45 Euro/m².
  • Das Verwaltungshonorar ist mit 3,43 Euro/m² gleich geblieben.
  • In Häusern mit Aufzügen sind 2016 zusätzlich 2,80 Euro/m² an Liftkosten angefallen. Im Jahr davor waren es 2,73 Euro/m².

Rund 90% aller von der MVÖ überprüften Betriebskostenabrechnungen sind in vielerlei Punkten zu beanstanden. „Es kann sich deshalb lohnen, die Abrechnung von unseren Experten prüfen zu lassen“, sagt Hanel-Torsch. „Wir helfen unseren Mitgliedern in allen Mietrechtsfragen und fordern zu viel Bezahltes zurück.“

Die MVÖ ist die größte Mieterschutzorganisation Österreichs und garantiert sowohl Privat-, Genossenschafts- und Gemeindebau-Mietern als auch Wohnungseigentümern umfassenden Schutz in allen wohnrechtlichen Angelegenheiten.

Als unabhängiger und gemeinnütziger Verein leistet die MVÖ Beratungs- und Verfahrenshilfe für Mitglieder, vertritt die Interessen aller Mieter gegenüber der Politik und setzt sich für leistbares Wohnen und ein faires Mietrecht ein.

Rückfragen & Kontakt:

Mietervereinigung Österreichs
Mag. Elke Hanel-Torsch
Wiener Landesvorsitzende
Tel: 050195-3000
Mail: e.hanel-torsch@mvoe.at
https://mietervereinigung.at/

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