OTS0041 5 CI 0561 FEP0001 KI Mo, 18.Sep 2017
Kultur / Kunst / Musik / Konzert / Niederösterreich

Barrie Kosky eröffnet Festspielhaus-Saison mit Slapstick-Spektakel à la Monty Python

Die Komische Oper Berlin gastiert mit Jacques Offenbachs spritziger Opéra bouffe "Die schöne Helena" zum Saisonauftakt im Festspielhaus St. Pölten.

Die Helena der griechischen Sagenwelt ist bei Offenbach kein passives Entführungsopfer, sondern eine Frau, die, gelangweilt von ihrem Mann, gelangweilt vom Leben, einfach nur raus will aus einer schlechten Ehe. Sie sucht sich ihre Männer selbst aus. Helena ist in diesem Werk nicht einfach eine männliche Projektion, sondern ein vollausgebildeter, dreidimensionaler Charakter und damit eine Vorläuferin von Carmen, Salome und Lulu. Sie trieft regelrecht vor Ironie und blickt damit direkt in Richtung 20. Jahrhundert." 
Barrie Kosky

Wien/St. Pölten (OTS) - Barrie Kosky, Chefregisseur und Intendant der Komischen Oper Berlin, wird mit seinem Ensemble am Samstag, 23. und Sonntag, 24. September im Festspielhaus gastieren und bereits zum wiederholten Male eine Saison eröffnen. Nachdem 2014 die weltweit akklamierte "Zauberflöte" für zwei ausverkaufte Abende sorgte, wird Kosky zum Start der Spielzeit 2017/2018 mit seiner spektakulären Version von Jacques Offenbachs "Die schöne Helena" für Begeisterung sorgen. Das Tonkünstler-Orchester spielt live unter der Leitung von Stefan Soltesz.

Der Starregisseur präsentiert sich mit einem "Ensemble, das die hohen stimmlichen, darstellerischen und tänzerischen Anforderungen" dieser, laut Kosky, "radikalsten und wichtigsten Operette überhaupt" brillant meistern kann. 150 Jahre nach deren Uraufführung verweist Kosky auf die Radikalität dieser surrealistischen Dada-Komödie und zeigt Offenbachs "proto-feministische" Leseart des mythologischen Stoffes auf:

"Die Helena der griechischen Sagenwelt ist bei Offenbach kein passives Entführungsopfer, sondern eine Frau, die, gelangweilt von ihrem Mann, gelangweilt vom Leben, einfach nur raus will aus einer schlechten Ehe. Sie sucht sich ihre Männer selbst aus. Helena ist in diesem Werk nicht einfach eine männliche Projektion, sondern ein vollausgebildeter, dreidimensionaler Charakter und damit eine Vorläuferin von Carmen, Salome und Lulu. Sie trieft regelrecht vor Ironie und blickt damit direkt in Richtung 20. Jahrhundert."

Brigitte Fürle, Künstlerische Leiterin des Festspielhaus St. Pölten, zeigt sich erfreut, dass mit Barrie Kosky ein "ausgewiesener Meister der Operette mit seinem wunderbaren Ensemble zur diesjährigen Saisoneröffnung alle Register zu ziehen weiß."

Themenschwerpunkt "VIVA CUBA"

Mit einem absoluten Topstar eröffnet das Festspielhaus den diesjährigen Themenschwerpunkt "Viva Cuba". Nach 17 Jahren als Startänzer des Londoner Royal Ballet kehrte Carlos Acosta zurück in seine kubanische Heimat und gründete mit den besten Tänzerinnen und Tänzern des Landes seine eigene Compagnie Acosta Danza. Am 07. Oktober präsentiert das Festspielhaus in Koproduktion mit u. a. dem Londoner Tanztempel Sadler’s Wells den mehrteiligen Abend "Debut". Zu sehen sind Choreografien von beispielsweise Sidi Larbi Cherkaoui sowie ein Gastauftritt von Carlos Acosta höchstpersönlich. Im Rahmen von "Viva Cuba" stehen weiters "Cuba Amiga" von und mit Erwin Schrott am 25. November sowie ein Konzert der Son-Legende Juan de Marcos mit seinen Afro-Cuban All Stars am 21. Jänner am Programm.

Weitere Festspielhaus-Highlights im Oktober/November

Am 29. September feiert ein großer Name der 80er-Jahre sein Comeback! Gelangte Tanita Tikaram mit "Twist In My Sobriety" vor knapp 30 Jahren zu Weltruhm, huldigt sie in ihrem aktuellen Album "Closer To The People" dem klassischen Country und dem Soul der Motown-Ära. Chefdirigent Yutaka Sado eröffnet mit dem Tonkünstler-Orchester am 09. Oktober die symphonische Konzertsaison, die erstmals in der 110-jährigen Geschichte des Orchesters unter einem saisonüberspannenden Motto steht: Vorhang auf für den "Kosmos Bernstein"! Gemeinsam mit Manu Delago präsentiert sich am 22. Oktober die international bereits vielfach ausgezeichnete Sitar-Virtuosin Anouska Shankar, Tochter der Sitar-Legende Ravi Shankar. Inspiriert von "Farewell my Concubine" bringt die chinesische Ausnahme-Choreografin Yang Liping das Martial-Arts-Spektakel "Under Siege" am 12. November zur Premiere im deutschsprachigen Raum. Angelehnt an Bernsteins "West Side Story" zeigt der franko-kanadische Cirque Éloize seinen Welterfolg "iD" am 17. und 18. November für alle ab 8 Jahren.

Weitere Informationen und druckfähige Fotos für Ihre Berichterstattung stehen unter http://www.festspielhaus.at/de/presse zum Download bereit.

Rückfragen & Kontakt:

Festspielhaus St. Pölten
Mag. Andreas Prieling
Presse
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