OTS0166 5 CI 0559 NVM0001 WI Do, 14.Sep 2017
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Rendi-Wanger/Leichtfried/Angelo: Mehr Mädchen in die Technik bringen

BMVIT fördert Frauen mit sieben Mio. Euro jährlich – BMGF setzt auf Girls´ Day und Online-Plattform „meine Technik“ – ÖBB bei weiblichen Technik-Lehrlingen deutlich über Durchschnitt

Wien (OTS) - Nach wie vor sind Mädchen und Frauen in technischen Berufen stark unterrepräsentiert. Fast die Hälfte aller Mädchen wählen die Lehrberufe Frisörin, Verkäuferin oder Bürokauffrau. Bei wissenschaftlichem Personal in Forschung und Technik liegt der Anteil der Frauen bei etwa 24 Prozent. Geht es nach Frauenministerin Pamela Rendi-Wagner und Infrastrukturminister Jörg Leichtfried soll sich das rasch ändern. Dafür investiert das Infrastrukturministerium sieben Millionen Euro im Jahr in Förderprogramme. Mit Schnupperwochen für über 700 Schülerinnen und Praktika für rund 500 Studentinnen jährlich etwa werden Mädchen und Frauen für technische Berufe begeistert. Das Frauenministerium setzt auf den Girls‘ Day, der weltweit größten Aktion zur Berufsorientierung. Bislang nahmen daran rund 20.000 Mädchen teil. Die Online-Plattform www.meinetechnik.at mit über 400 Projekten dient als Anlaufstelle für technikinteressierte Mädchen und Frauen. Mehr Mädchen für technische Lehrberufe zu gewinnen, ist bei den ÖBB bereits gelungen. Von den 485 Lehrlingen in technischen Berufen, die heuer starten, sind rund 11 Prozent weiblich. Damit liegt der Anteil der Mädchen deutlich über dem österreichweiten Durchschnitt von etwa 6 Prozent in den vergleichbaren Berufsgruppen Elektrotechnik und Maschinenbau.*****

„Wir können nicht früh genug damit beginnen, Mädchen für Technik zu begeistern. Projekte wie der Girls‘ Day oder die Plattform ‚meine Technik‘ zeigen schon erste Effekte: Immer mehr Mädchen interessieren sich für Ausbildungen und Berufe im technischen Bereich. In der Lehrlingsstatistik beobachten wir, dass seit 3 Jahren erstmals ein technischer Beruf unter den zehn beliebtesten Lehrberufen der Mädchen ist – die Metalltechnik“, sagt Frauenministerin Pamela Rendi-Wagner.

„Wir können und wollen nicht auf das Potential von Mädchen und Frauen in der Technik verzichten. Darum nehmen wir jährlich rund 7 Millionen Euro in die Hand und unterstützen Schülerinnen und Studentinnen gezielt beim Sprung in die Forschung und Technik, etwa mit Schnupperwochen und Praktika in Betrieben“, so Infrastrukturminister Jörg Leichtfried. Und weiter: „Ich sehe es als Aufgabe der öffentlichen Hand, hier mit gutem Beispiel voran zu gehen: So starten bei den ÖBB etwa doppelt so viele weibliche Lehrlinge in technischen Berufen wie im Österreich-Schnitt.“

„Ich freue mich, dass der Anteil der neu zu uns kommenden weiblichen Lehrlinge in technischen Berufen bei über 11 Prozent liegt. Das wollen wir weiter steigern: Unter anderem setzen wir verstärkt auf weibliche Vorbilder und rekrutieren mehr Ausbilderinnen. Und wir verstärken unsere Präsenz auf Messen, Veranstaltungen und in Sonderprojekten in ganz Österreich massiv, wie etwa dem Wiener Töchtertag, dem Girls´ Day in den Bundesländern oder dem Girls! Tech-Camp“, erklärt ÖBB Infrastruktur-Vorständin Silvia Angelo.

Das Pressegespräch fand im Rahmen der Baustellenbesichtigung der Zentrallehrwerkstätte der ÖBB statt. Als größter Lehrlingsausbildner im technischen Bereich investieren die ÖBB laufend in ihre Lehrwerkstätten. Derzeit gibt es in Wien drei Lehrausbildungsstandorte für die Erwachsenen von morgen. Mit der Zentrallehrwerkstätte am Hebbelplatz entsteht eines der größten Ausbildungszentren Österreichs. Auf einer Fläche von mehr als 10.000 m² werden künftig rund 700 Lehrlinge ausgebildet. In Betrieb geht die Lehrwerkstätte im September nächsten Jahres. (Schluss)

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