OTS0007 5 CI 0607 SOS0001 CA Do, 17.Aug 2017
Soziales / Kinder / Familien / Katastrophen / Notfälle

SOS-Kinderdorf: Respekt und Dank allen humanitären Helferinnen und Helfern in den Krisen- und Katastrophengebieten der Welt!

Innsbruck/Wien (OTS) - Der Tag der Humanitären Hilfe (19.8.) rückt Menschen in den Mittelpunkt, die sich unter schwierigsten Bedingungen, oft unter Einsatz ihres eigenen Lebens, für andere Menschen einsetzen. Ob durch Gewalt und kriegerische Auseinandersetzungen, Naturkatastrophen wie Erdbeben oder aktuell die Hungerkatastrophe in Ostafrika - allen Krisenszenarien ist eines gemeinsam: Millionen Menschen brauchen Hilfe, weil sie wegen existentieller Bedrohungen auf der Flucht sind oder weil sie und ihre Familien alles verloren haben und sich ein neues Leben und eine neue Existenz aufbauen müssen.

SOS-Kinderdorf Nothilfeprogramme in über 25 Ländern

SOS-Kinderdorf ist weltweit in 135 Ländern tätig, oft seit Jahrzehnten vor Ort gut verankert: durch SOS-Kinderdörfer und Jugendeinrichtungen, Schulen und Berufsbildungszentren, medizinische Zentren und Familienstärkungsprogramme, welche die Lebensbedingungen von Tausenden Familien verbessern. Diese gewachsene Infrastruktur und gute Vernetzung der heimischen Mitarbeiter mit der lokalen Bevölkerung und den Behörden ist die Grundage dafür, dass SOS-Kinderdorf bei Naturkatastrophen und anderen Krisen/Konflikten sehr rasch Nothilfeprogramme starten und längerfristig durchführen kann.

Aktueller Brennpunkt Ostafrika

Angesichts der drohenden Hungersnot startete SOS-Kinderdorf schon 2016 Nothilfeaktivitäten in Äthiopien, Malawi und Südsudan. In Äthiopien in der Region Gode erhielten zuletzt 20.000 Menschen lebensrettende Wasserversorgung, sie soll für 30.000 Menschen ausgebaut werden. In Kenia laufen Hilfsprogramme in drei Bezirken in Marsabit im Norden. In Malawi werden seit Jänner in Lilongwe, Blantyre, Mzuzu und Ngabu rund 13.000 Kinder und ihre Familien unterstützt. In Somalia werden seit Jahrzehnten trotz schwierigster Bedingungen in der SOS-Clinik in Mogadischu und medizinischen Station in Baidoa Kinder und Erwachsene kostenlos medizinisch betreut. Im Südsudan ist die Lage durch bewaffnete Konflikte und politische Unruhen verschärft. Dort musste das SOS-Kinderdorf Juba vorübergehend evakuiert werden. Inzwischen sind alle Kinder und Mitarbeiter wieder zurück und wohlauf. Trotz aller Probleme hat SOS-Kinderdorf auch dort seit Jänner Hunderte Kinder und ihre Familien mit dem Nötigsten versorgt und Kinder psychosozial betreut.

Besondere Schutzmaßnahmen für Kinder

„Angesichts der Rekordzahl an Menschen, die wegen Gewalt und Katastrophen aus ihrer Heimat vertrieben werden, wachsen die humanitären Herausforderungen auch für SOS-Kinderdorf“, erklärt Andreas Papp, Nothilfedirektor von SOS-Kinderdorf International. „Kinder als schwächste und verletzlichste Mitglieder der Gesellschaft sind von Krisen und Naturkatastrophen besonders betroffen und brauchen daher besonderen Schutz und intensive Betreuung“, betont Papp. „Sie sind oft schwer traumatisiert, neben Basisversorgung (Dach über dem Kopf, Nahrung, Wasser, medizinische Versorgung) brauchen sie vor allem psychologische Hilfe sowie geschützte Spiel- und Lernräume, wo Kinder einfach wieder Kind sein dürfen. Dafür haben wir als Teil unserer Nothilfeprogramme sogenannte „child friendly spaces“ entwickelt.

(Not)Hilfe braucht langen Atem!

Nothilfeprogramme von SOS-Kinderdorf sind meist längerfristig ausgerichtet: Nach der raschen Nothilfe und mittelfristigen Hilfsprogrammen, z.B. durch Übergangsunterkünfte (interim care centers) oder durch die erwähnten Kinderschutzzentren (child friendly spaces) geht es um nachhaltigen Wiederaufbau oder Überführung von Nothilfeaktivitäten in dauerhafte Programme. Und so gehen auch in vielen Krisen- und Katastrophenregionen der Welt Neugründungen von SOS-Kinderdörfern, Sanierungen und Neubauten von Schulen oder dauerhafte Familienstärkungsprogramme auf Nothilfeprogramme zurück.

Danke auch an alle Spender/innen und Unterstützer, welche die humanitären Einsätze ermöglichen!

Am World Humanitarian Day gebührt der Dank den Helferinnen und Helfern vieler Hilfsorganisationen an vielen Brennpunkten der Not in aller Welt. SOS-Kinderdorf dankt seinen mehr als 800 MitarbeiterInnen und Freiwilligen, die sich über Nothilfeprogramme täglich für Not leidende Kinder und Familien einsetzen sowie allen 36.000 MitarbeiterInnen weltweit, die jeden Tag ihr Bestes geben, um die Betreuung und den Schutz der Kinder zu gewährleisten. Der besondere Dank gilt aber auch allen Spendern/innen und Unterstützern, die durch ihre Beiträge die weltweiten humanitären Einsätze von SOS-Kinderdorf tragen und finanzieren.

Weitere Infos, Fotos, Video & Spendenmöglichkeiten: www.sos-kinderdorf.at

Rückfragen & Kontakt:

Viktor Trager,
SOS-Kinderdorf/Pressesprecher
+43 676 88144201
viktor.trager@sos-kinderdorf.at

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