OTS0020 5 WI 0642 FGG0001 CI Di, 18.Apr 2017
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Saubere Fernwärme steht hoch im Kurs

Wien (OTS) - Laut aktueller Umfrage punktet Fernwärme bei Anwendern in Österreich durch die komfortable und einfache Handhabung und auch dadurch, dass Haushalte und Betriebe im Rekordjänner 2017 zuverlässig und sicher versorgt waren.

„Fernwärme ist in Österreich als schadstoffarmer, flexibler und sicherer Energieträger eine der beliebtesten Heizformen“, sagt Mag. Michael Mock, Geschäftsführer des Fachverbands der Gas- und Wärmeversorgungsunternehmungen (FGW). Die Beliebtheit und das hohe Ansehen von Fernwärme bestätigt die aktuelle Umfrage des Marktforschungsinstituts marketmind: Knapp 89 Prozent der befragten Privathaushalte und 92 Prozent der Bauträger sind mit ihrer Fernwärmeheizung zufrieden oder sogar sehr zufrieden. Zudem kommt Fernwärme vor allem wegen der Sauberkeit, der Bequemlichkeit und der komfortablen Handhabung gut an. Die mehr als 1.000 Befragten verbinden mit dem Einsatz von Fernwärme seit vielen Jahren außerdem „eine zuverlässige und sichere Versorgung“, sagt Dr. Alexander Zauner, Senior Marketing Consultant bei marketmind, der „über die Jahre einen Aufwärtstrend bei Fernwärme“ feststellt: Insgesamt würden 57 Prozent aller Fernwärme-Kunden Fernwärme erneut als Heizform wählen. Und 70 Prozent der Privathaushalte erwarten künftig einen steigenden Marktanteil von Fernwärme, nur fünf Prozent sehen einen Rückgang. Fachverbandsgeschäftsführer Mock: „Es freut uns sehr, dass die aktuelle Umfrage die guten Ergebnisse der vergangenen Jahre bestätigt.“

Größerer Fernwärmeabsatz

Mock unterstreicht, „wie wichtig die langfristige, sichere und stabile Versorgung mit Fernwärme gerade in Wochen und Monaten mit klimatischen Extremen in Österreich ist – vor allem angesichts des vergangenen Winters.“ Dass es eine stabile Fernwärmeversorgung ohne Ausfälle gab, ist nicht zuletzt auf den flexiblen Brennstoffeinsatz zurückzuführen, wodurch auch die steigende Nachfrage gedeckt werden konnte:
So hat Wien Energie in der Heizperiode um durchschnittlich rund zehn Prozent mehr Wärme abgesetzt als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Auch die Kraft-Wärme-Kopplungs-Kraftwerke liefen während der Kältewelle auf Hochtouren.
In Linz, wo der Fernwärmeanteil ebenfalls sehr hoch ist, stieg der Wärmeabsatz im Jahresvergleich um zwölf Prozent, der Fernwärmeverkauf im Rest von Oberösterreich stieg sogar auf rund 16 Prozent. Die Energie AG Oberösterreich führte das einerseits „auf den überdurchschnittlich kalten Winter“ und „auf Neuanschlüsse von Kundenanlagen“ zurück.
In der Steiermark war die Fernwärmeaufbringung etwa drei Prozent höher als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, während im Großraum Graz bei der Fernwärmeaufbringung ein Plus von rund acht Prozent registriert wurde. So hat die Energie Steiermark für die mehr als 65.000 Haushalte in Graz und Umgebung exakt 518 Megawatt (MW) Spitze bereitgestellt. Der neue Rekord hängt nicht nur mit der Kälte, sondern auch mit dem stetigen Ausbau des Fernwärmenetzes in Graz zusammen.
In Salzburg war vor allem der Jänner deutlich kälter als in den Vorjahren: Laut Salzburg AG ist der Fernwärmeabsatz um knapp ein Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.

Heizkostenvergleich: Fernwärme-Kunden heizen günstig

Etwa jeder vierte Haushalt in Österreich wird mit Nah- oder Fernwärme beheizt. Jährlich kommen einige Tausend neue Anschlüsse hinzu. Zudem heizen Verbraucher von Fernwärme besonders sparsam. Eine aktuelle Analyse der gesamten Energie- sowie Investitionskosten, durchgeführt von der Österreichischen Energieagentur zeigt, dass das Heizen mit Fernwärme insbesondere in thermisch sanierten Gebäuden vergleichsweise günstig ist.

Zur marketmind-Umfrage

Im Rahmen der von marketmind durchgeführten Umfrage wurden österreichweit 1.055 private Haushalte (Fernwärmenutzer und Nichtnutzer) befragt. Zusätzlich waren 40 Bauträger und 30 Meinungsmultiplikatoren unter den Befragten. Die Erhebung fand im Jänner und Februar 2017 statt.

Über Fernwärme:
Fernwärme wird im Sommer ebenso wie im Winter zur Wärmeversorgung und Warmwasseraufbereitung erzeugt und gleichzeitig zur Herstellung der umweltfreundlichen Fernkälte eingesetzt. Dieselben Energiequellen, die für die Erzeugung von Fernwärme benutzt werden, kann man auch als Antriebsenergie für Kältemaschinen verwenden. Sogenannte „Absorptionskältemaschinen“ verwenden Abwärme aus Industrie, KWK-Anlagen oder Abfallverbrennung, die das ganze Jahr zur Verfügung stehen. Wie bei der Fernwärme, werden die Objekte zentral versorgt (oder auch dezentral, dann wir eine Kältezentrale beim Verbraucher errichtet). Isolierte Rohre transportieren das auf 6°C gekühlte Wasser zum Kunden, mit etwa 16°C fließt es zur neuerlichen Abkühlung wieder zurück.

Rückfragen & Kontakt:

Fachverband der Gas- und Wärmeversorgungsunternehmungen (FGW)
Mag. Michael Mock
Geschäftsführer
mock@gaswaerme.at
Tel.: +43/1/513 15 88-13
www.gaswaerme.at

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