OTS0159 5 II 0565 NSK0003 Fr, 17.Mär 2017
SPÖ / Hammerschmid / Kaiser / Bildung / Schule / Autonomie

Schulautonomie – Hammerschmid: „Umfassendes Paket zum Wohl unserer Kinder“ – Echte Freiheit für Schulen

Autonomiepaket ist Herzstück der Bildungsreform – Innovative Pädagogik, mehr Transparenz, Entpolitisierung – An Lehrergewerkschaft: Eckpunkte nicht verhandelbar

Wien (OTS/SK) - Bildungsministerin Sonja Hammerschmid hat heute, Freitag, das Schulautonomiepaket – und damit das zentrale Herzstück der Bildungsreform – in Begutachtung geschickt und wesentliche Eckpunkte des Pakets präsentiert. „Wir haben ein umfassendes Paket zum Wohl unserer Kinder geschnürt. Im Zentrum stehen unsere SchülerInnen und damit die Zukunft unseres Landes“, betonte Hammerschmid. Die Bildungsministerin erklärte außerdem: „Das Paket gibt den Schulen echte Freiheit, die Schule wird entpolitisiert, es kommt mehr Transparenz und eine bessere Ressourcensteuerung ins System.“ In Richtung Lehrergewerkschaft stellte Hammerschmid unmissverständlich klar: „Wir haben sechs Monate intensiv verhandelt. Das Paket wird jetzt zum Wohl unserer Kinder durchgezogen“. Für „gute Ideen“, die im Begutachtungsverfahren eingebracht werden können, sei man selbstverständlich offen, aber klar sei, dass „die Eckpunkte des Pakets nicht verhandelbar sind“, unterstrich Hammerschmid. ****

Das Autonomiepaket werde wichtigen Anforderungen der modernen Schule, wie z.B. Eigenverantwortlichkeit, Selbstbestimmung und Gestaltungsfreiheit, gerecht. Das Paket sorge außerdem dafür, dass die PädagogInnen jenen Freiraum bekommen, den sie brauchen, um im Sinne einer bestmöglichen individuellen Entwicklung unserer Kinder und Jugendlichen gestalten zu können, so Hammerschmid, die gemeinsam mit ihren Verhandlungspartnern Staatssekretär Harald Mahrer, Landeshauptmann Peter Kaiser und Landeshauptmann Wilfried Haslauer die vielen Vorteile des Autonomiepakets vorstellte.

Landeshauptmann Kaiser betonte, dass mit dem Schulautonomiepaket ein „Meilenstein zur Modernisierung der Bildungspolitik“ gesetzt werde. Ebenso wie die Bildungsministerin appellierte auch Kaiser an die VertreterInnen der Lehrergewerkschaft, die mit dem Autonomiepaket verbundenen „Chancen für unsere Kinder zuzulassen“. Die Bildungsministerin bekräftigte in diesem Zusammenhang, dass „die Eckpunkte des Pakets klar und nicht mehr verhandelbar sind“. Das Paket „darf nicht mehr verwässert werden, denn wir wollen, dass die Schulen vor Ort gestalten können“, so Hammerschmid.

Ministerin Hammerschmid machte deutlich, dass im Zentrum des Pakets die Chancen unserer Kinder sowie die autonome Gestaltung des Schulstandorts, innovative Pädagogik und zukunftsweisende Lehr- und Lernformen stehen. An weiteren wichtigen Eckpunkten des Autonomiepakets nannte die Ministerin außerdem:

+ Flexibilisierung von Klassen- und Gruppengrößen

+ flexible Gestaltung der Dauer von Unterrichtseinheiten und Anpassung von Schulöffnungszeiten an regionale Gegebenheiten

+ Neuaufstellung der Schul- und Personalentwicklung: So können sich DirektorInnen künftig neue PädagogInnen für ihren Standort aussuchen und „gute Teams zusammenstellen, die pädagogisch an einem Strang ziehen“.

+ die Möglichkeit, zwei bis acht Schulstandorte in einer Region zu clustern. Dadurch können, so die Ministerin, Klein- und Kleinstschulen gesichert werden. Außerdem wird durch einen Pool an PädagogInnen fachfremder Unterricht massiv reduziert.

Teil des umfassenden Autonomiepakets ist auch die Einführung von Bildungsdirektionen und damit eine Neuordnung der Schulbehörden. Größter Vorteil: Die gesamte Bildung werde nun in einer einheitlichen, in allen Bundesländern gleichen und transparenten Behörde gebündelt, sagte Hammerschmid. Und erstmals werden alle LehrerInnen zentral über das Bundesrechenzentrum abgerechnet. „Dadurch wissen wir zum ersten Mal, welche Lehrenden wo, was und wie viel unterrichten“, erklärte Hammerschmid.

Die Bildungsministerin unterstrich weiters, dass mit der Einführung des Chancenindex (indexbasierte Ressourcenzuteilung) ein echter Durchbruch gelungen ist. Dadurch sei eine „punktgenaue und treffsichere Mittelzuteilung“ möglich. Mit der Umsetzung des Schulautonomiepakets wird im Schuljahr 2017/18 begonnen – und zwar mit jenen Leuchtturmschulen, die „die Autonomie bereits in ihrer DNA tragen“, sagte Hammerschmid. Wichtig dabei: Der umfangreiche Prozess der Ausrollung wird qualitativ begleitet und gesteuert.

SERVICE: Weitere Infos zum Autonomiepaket gibt es auf der Website des Bildungsministeriums http://tinyurl.com/m3o863d (Schluss) mb/ps/sc

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