OTS0113 5 II 0332 FMB0001 CI Mi, 02.Nov 2016
Grüne / Bildung / Schule / Integration / Flüchtlinge

Walser: „Interkulturelle Teams“ an den Schulen stehen schon im Dezember vor dem Aus

Grüne fordern dauerhafte Finanzierung über das Schuljahr hinaus

Wien (OTS) - „Den interkulturellen Teams an unseren Schulen droht das Aus, bevor sie ihre Arbeit erst richtig starten konnten“, reagiert der Grüne Bildungssprecher Harald Walser bestürzt auf entsprechende Informationen der Vorarlberger Bildungslandesrätin Bernadette Mennel in der heutigen Ausgabe der Tageszeitung „Vorarlberger Nachrichten“. Darin wird festgehalten, dass die Finanzierung dieser Teams nur noch für zwei Monate gesichert sei: „Es handelt sich um Fachleute, die Lehrkräfte an den Schulen dabei unterstützen, Flüchtlingskindern die Integration in unser Bildungssystem zu erleichtern und auf deren Probleme, spezielle Kompetenzen, aber auch Defizite einzugehen.“

Walser verweist darauf, dass die Arbeit der Teams erst im April gestartet und die Finanzierung versprochen wurde: „Anscheinend gibt es jetzt Querschüsse aus dem Finanzministerium, wo die Wirksamkeit der gesetzten Maßnahmen bezweifelt wird, obwohl alle Beteiligten an den Schulen berichten, dass die Arbeit dieser Teams hervorragend klappt.“

Finanziert werden die Teams aus dem zusätzlichen Geld für Integrationsmaßnahmen, das das Bildungsministerium für 2016 und eigentlich auch schon für 2017 bekommen beziehungsweise versprochen bekommen hat. „Es ist äußerst kurzfristig gedacht, wenn wir diese wichtige Integrationsmaßnahme jeweils nur für wenige Monate vorsehen, denn der Bedarf ist groß und wird weiterhin vorhanden sein. Zudem vermag die jetzige Ausbaustufe des Projekts nur einen kleinen Teil des wirklichen Bedarfs zu erfüllen“, sagt Walser. Er verweist darauf, dass nur neue Flüchtlingskinder von der Maßnahme profitiert haben, aber nicht jene, die schon mehrere Monate im Land sind: „Viele von ihnen haben traumatisierende Erlebnisse hinter sich, die nicht aufgearbeitet werden konnten, weil es damals dieses Projekt noch nicht gab. Wir müssen im Bildungsbereich endlich längerfristige Maßnahmen setzen und nicht immer nur bis zum Ende des Schuljahres oder wie hier gar nur bis zum Ende des Kalenderjahres denken. Die insgesamt nur knapp 100 Spezialistinnen und Spezialisten sind für die Lehrkräfte eine Art Drehscheibe im Unterstützungsbereich und müssen daher erweitert und nicht weggekürzt werden.“

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