OTS0174 5 II 0297 MUK0004 CI Di, 07.Jun 2016
Hammerschmid / Bildung / Schule / Chancengerechtigkeit

Hammerschmid: Erster Teil der Bildungsreform wird jetzt umgesetzt

Schulrechtspaket passiert Unterrichtsausschuss

Wien (OTS) - „Bildung beginnt bei den Jüngsten im Kindergarten: alle Kinder müssen von Anfang an die gleichen Chancen bekommen, unabhängig von ihrem kulturellen Hintergrund und ihrer Herkunft. Mit dem Schulrechtsänderungsgesetz gelangt das erste Paket der Bildungsreform in die parlamentarische Umsetzung. Wir schaffen Maßnahmen, damit Chancengerechtigkeit rasch im Klassenzimmer ankommt“, sagt Bildungsministerin Sonja Hammerschmid anlässlich des Unterrichtsausschusses.

Mit dem Schulrechtspaket wird die Nahtstelle Kindergarten-Volksschule enger miteinander verwoben. Das letzte verpflichtende Kindergartenjahr und die ersten zwei Schuljahre werden als gemeinsamer Bildungsraum gestaltet. „Durch einen Informationsaustausch von Kindergarten und Volksschule wird dafür gesorgt, dass sich die PädagogInnen frühzeitig an den Talenten, Interessen und Bedürfnissen der Kinder orientieren können“, so Hammerschmid.

In der Frage der Leistungsbeurteilung sieht das Schulrechtspaket mehr Schulautonomie vor. Jeder Schule wird es künftig ermöglicht, schulpartnerschaftlich zu entscheiden, ob für einzelne Klassen oder auch die ganze Schule bis zur 3. Schulstufe eine alternative Leistungsbeschreibung gelten soll. Um die Kinder je nach Interessen und Bedürfnissen miteinander lernen zu lassen und in ihrer individuellen Lernentwicklung fördern zu können, wird es erstmals auch die Möglichkeit geben, schulautonom jahrgangs- und klassenübergreifenden Unterricht zu führen. „Es ist mir ein Anliegen, dass die Schulen mehr Autonomie und damit mehr Gestaltungsspielraum bekommen. Denn gerade Direktoren und LehrerInnen kennen am besten die Bedürfnisse ihrer SchülerInnen und wissen was am Schulstandort gebraucht wird“, sagt Hammerschmid.

Mit dem Schulrechtspaket werden außerdem die Sprachstart- und Sprachförderkurse für außerordentliche SchülerInnen werden auf die Sekundarstufe 2 ausgeweitet. Damit können jetzt alle SchülerInnen von der Volksschule bis zur BMHS Sprachfördermaßnahmen bekommen. „Die Sprachförderung ist ein Schlüsselelement der Bildungsreform. Sprache ist der Schlüssel zu einer erfolgreichen Bildungs- und Berufskarriere“, so Hammerschmid abschließend.

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