OTS0187 5 II 0207 NVB0001 Fr, 03.Jun 2016
Politik / Pressestimmen / Vorausmeldung

Neues Volksblatt: "Problem-Lösung" von Harald GRUBER

Ausgabe vom 4. Juni 2016

Linz (OTS) - Wer eine Öffnung des Arbeitsmarktes für Asylwerber fordert, tischt keine Lösungen auf, sondern neue Probleme.
Denn derzeit verbringen (die zumeist gering qualifizierten) Asylwerber die Wartezeit auf ihren Bescheid in staatlicher Grundversorgung. Im Fall einer Öffnung des Jobmarktes kämen aber schon Asylwerber in den Status arbeitswillig, aber arbeitslos — sprich: es wäre der Zugriff auf eine Palette an Sozialleistungen gegeben. Dabei sind viele Bundesländer gerade gezwungen, selbst für Asylberechtigte Sozialleistungen zu kürzen.
Kommen und kassieren: Diese Jubelmeldung würde sich wie ein Lauffeuer in Auswanderungsländern und nahöstlichen Flüchtlingslagern verbreiten. Folge: Ein weiteres Anschwellen der Migrationsströme nach Europa.
Zudem sind Asylwerber derzeit keinesfalls zum Nichtstun verpflichtet. Es braucht nur die Initialzündung für gemeinschaftliche Arbeiten durch lokale Akteure in der Gemeinde. Allerdings: Es bleibt bei einem Taschengeld von 110 Euro monatlich — im Vergleich zu vielen Herkunftsländern aber eine Besserstellung.
Wie nah Zuwanderung bei Arbeitslosigkeit und wie fern damit eine Öffnung des Arbeitsmarktes von jeglicher Realität liegt, zeigt der Blick auf den Arbeitsmarkt: 94.976 Ausländer sind derzeit ohne Job, die größte Problemgruppe sind insgesamt 150.000 Arbeitslose ohne Ausbildung. Genau in diese Gruppen fallen die meisten Asylwerber.

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