OTS0131 5 II 0303 OHW0002 CI Di, 17.Mai 2016
Diskriminierung / Gesundheit / Gesellschaft / Politik / Jugend

Verein Intergeschlechtlicher Menschen Österreich (VIMÖ) und die Plattform Intersex Österreich (PIÖ) zum IDAHOT 2016

VIMÖ und PIÖ fordern Ende geschlechtsnormierenden Eingriffen an intergeschlechtlichen Menschen und Auseinandersetzung mit Inter*Diskriminierung

Wien (OTS) - „Wir fordern ein Ende von geschlechtsnormierenden Eingriffen an intergeschlechtlichen Menschen, die Entpathologisierung von Intergeschlechtlichkeit und eine Auseinandersetzung mit Inter*Diskriminierung in unserer Gesellschaft!“, betonen der Verein Intergeschlechtlicher Menschen Österreich (VIMÖ) und die Plattform Intersex Österreich (PIÖ) zum Internationalen Tag gegen Homo-, Trans*- und Inter*-Phobie 2016.

Intergeschlechtliche Menschen werden mit einer geschlechtlichen Diversität geboren, die mit den klassischen, medizinisch normierten Vorstellungen von „Mann“ und „Frau“ nicht übereinstimmt. Die Behandlung des Themas Inter* ist stark von der medizinischen Sicht geprägt, aus der intergeschlechtliche Körper „Störungen der Geschlechtsentwicklung“ darstellen, die es grundsätzlich – und in der Regel möglichst rasch – zu behandeln gilt.

„Intergeschlechtlichkeit wird auch heute oft noch als Störung angesehen, Kinder und Jugendliche werden geschlechtsverändernden Behandlungen unterzogen. Oft werden ohne persönliches Einverständnis und ohne medizinische Notwendigkeit gesunde Fortpflanzungsorgane entnommen, Hormontherapien und rein kosmetische Genitaloperationen durchgeführt – mit schwerwiegenden gesundheitsschädigenden Folgen. Intergeschlechtlichkeit ist kein medizinisches, sondern ein gesellschaftliches Problem!“, so Tobias Humer vom Verein Intergeschlechtlicher Menschen Österreich.

Der Verein Intergeschlechtlicher Menschen Österreich und die Plattform Intersex Österreich fordern daher den Stopp aller nicht-konsensuellen kosmetischen und sterilisierenden Operationen und anderen medizinisch nicht notwendigen Interventionen an intergeschlechtlichen Menschen.

„Das Menschenrecht auf körperliche Unversehrtheit muss endlich auch für intergeschlechtliche Menschen in vollem Umfang geltend gemacht werden“, betont Gabriele Rothuber von der Plattform Intersex Österreich.

Mit der Beteiligung am heutigen IDAHOTI Aktionstag – 17:00 Demo, 19:00 Filmvorführung im TOP Kino – möchten auch die Vereine VIMÖ und PIÖ auf die spezifische Situation von LGBTIQ Geflüchteten aufmerksam machen und die Queer Base – Welcome and Support for LGBTIQ Refugees unterstützen. https://www.facebook.com/events/218993335149634/

Rückfragen & Kontakt:

Tobias Humer
info@vimoe.at
Verein intergeschlechtlicher Menschen Österreich, www.vimoe.at

Mag.a Gabriele Rothuber
g.rothuber@plattform-intersex.at
Plattform Intersex Österreich, www.plattform-intersex.at

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