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Politik / Pressestimmen / Vorausmeldung

Neues Volksblatt: "Schreckgespenst" von Harald GRUBER

Ausgabe vom 31. März 2016

Linz (OTS) - Da zappelt es wieder! Das u.a. von SPÖ und Caritas mit Sorgfalt gehegte, schwarz-blau gemusterte Schreckgespenst ist zurück auf der Bühne. Und doch verkennen die linkshändigen Marionettenspieler einen grundlegenden Wandel in der Wahrnehmung der Bevölkerung: persönliche Erfahrungen und Medienbilder der massiven Flüchtlingszuströme lassen die Menschen längst erkennen, dass (Ober-)Österreich vor einem außerordentlichen Problem stand und weiter steht.
Damit ist die Bevölkerung weitgehend immunisiert gegen versuchten parteipolitischen Klassenkampf auf dem Rücken von Hilfesuchenden und höchst empfänglich für das kleine Einmaleins des Lebens: Wenn mehr Menschen aus dem Sozialtopf löffeln, werden die Portionen kleiner — und das gerechterweise zuerst für jene, die sich an den Zutaten finanziell (noch) nicht beteiligt haben. Das ist das Solidaritätsprinzip im klassischen Sinn und ohne die ideologische Folklore der SPÖ-Maiaufmärsche.
ÖVP und FPÖ angesichts der angekündigten Mindestsicherungs-Reform vorzuwerfen, „das Sozialsystem gering zu schätzen“ (Caritas-Direktor Franz Kehrer), ist daher absurd. Das Gegenteil ist der Fall: Wer heute Sprünge im Sozialtopf nicht erkennt und kittet, wird morgen vor dem Scherbenhaufen stehen. Geringschätzung des Sozialsystems ist also vielmehr jenen vorzuwerfen, die sich jetzt gegen Anpassungen stemmen und damit einen Totalkollaps heraufbeschwören.

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