OTS0032 5 II 1143 NPA0001 Fr, 26.Feb 2016
Parlament / Geburtstage

Das Parlament gratuliert zu runden Geburtstagen im März

Ehrentage aktiver und ehemaliger Abgeordneter

Wien (PK) - Prominente JubilarInnen und ein Überblick:

Hannes Bauer 75

Hannes Bauer feiert am 18. März seinen 75. Geburtstag. Geboren am 1941 in Eggenburg, besuchte er in Niederösterreich Volks- und Hauptschule sowie die Handelsakademie, ehe er ab 1960 an der WU studierte, wo er die akademischen Grade Diplomkaufmann und Doktor erwarb. Nach einigen Jahren in der Privatwirtschaft wurde er führender Mitarbeiter der ehemaligen ÖIAG.

1979 entsandte ihn die SPÖ in den Niederösterreichischen Landtag, im Juni 1986 trat er als Staatssekretär in das Handelsministerium ein. Nach dem Ende dieser Tätigkeit wechselte er 1987 wieder in den Landtag, ehe er 1989 für die SPÖ in den Nationalrat einzog. Bauer nahm sich vor allem volkswirtschaftlicher und umweltpolitischer Themen an, wechselte aber 1991 zurück nach Niederösterreich, wo er als Landesrat in die dortige Landesregierung eintrat. Von 1993 bis 1998 war er Klubobmann der sozialdemokratischen Abgeordneten im Landtag, 1998 bis 2000 gehörte er wieder der Landesregierung an, wobei er 1999 auch die Funktion des Landeshauptmannstellvertreters übernahm. Von Oktober 2000 bis Oktober 2008 kehrte Bauer in den Nationalrat zurück und war für seine Fraktion unter anderem im Wirtschafts-, Finanz- und Umweltausschuss tätig.

Heinrich Neisser 80

Auch der langjährige Zweite Präsident des Nationalrates Heinrich Neisser feiert im März Geburtstag. Geboren am 19. März 1936 in Wien, maturierte er 1954 am Wiener Piaristengymnasium, um sodann Jus zu studieren. 1960 zum Doktor iuris promoviert, arbeitete er ab 1961 als Sekretär im Präsidium des Verfassungsgerichtshofes, ehe er als Beamter ins Bundeskanzleramt wechselte, wo er als Berater von Bundeskanzler Klaus figurierte. Dieser machte ihn im Juni 1969 zum Staatssekretär im Bundeskanzleramt.

Nach dem Machtwechsel zu Kreiskys SPÖ im April 1970 war Neisser zunächst wieder Beamter, ehe er 1974 in die Vereinigung Österreichischer Industrieller wechselte. Im November 1975 kehrte Neisser schließlich als Abgeordneter auf die politische Bühne zurück. Nach 12 Jahren als führender Mandatar der ÖVP wurde er abermals Mitglied der Bundesregierung, saß er doch von Januar 1987 bis April 1989 als Bundesminister für Föderalismus und Verwaltungsreform auf der Ministerbank.

Ab Mai 1989 wieder Abgeordneter, avancierte er im Herbst 1990 zum Klubobmann der ÖVP-Fraktion. Seine politische Karriere gipfelte in der Wahl zum Zweiten Präsidenten des Nationalrates im November 1994. Ein Amt, welches er bis Oktober 1999 bekleidete. Darüber hinaus ist Neisser seit 1989 Honorarprofessor für politische Wissenschaften an der Universität Wien.

Erhard Busek 75

Am 25. März feiert der ehemalige Vizekanzler und langjährige Abgeordnete Erhard Busek seinen 75. Geburtstag. Geboren 1941 in Wien, absolvierte er in Döbling das Gymnasium, um danach Jus zu studieren. 1963 promovierte er zum Doktor iuris, im Laufe der Jahre kamen Ehrendoktorate aus Krakau, Bratislava und Czernowitz hinzu.

Bereits 1964 wurde das Parlament die Heimstatt des späteren Spitzenpolitikers. Vier Jahre lang wirkte er als ÖVP-Klubsekretär, ehe er in den Wirtschaftsbund wechselte, wo er 1972 bis 1975 Generalsekretär war. 1975 avancierte er zum Generalsekretär der ÖVP und wurde von dieser im November desselben Jahres auch in den Nationalrat entsandt, dem er in der Folge bis zum November 1978 angehörte.

1976 wurde Busek Obmann der Wiener ÖVP, der er ein zeitgemäßes Image verpasste. Seine "Bunte Vögel"-Kampagne sowie das von ihm initiierte "Stadtfest" sorgten dafür, dass sich die ÖVP von ihrer schweren Wahlniederlage 1973 allmählich erholte. Busek wechselte nach den Landtagswahlen 1978 in das Rathaus und war bis 1987 Vizebürgermeister der Bundeshauptstadt. In jenem Jahr allerdings sank die Zustimmung für die ÖVP derart, dass Busek seinen Posten räumen und sich mit der Funktion eines nicht amtsführenden Stadtrates begnügen musste. 1989 sagte er der Kommunalpolitik ade und wechselte als Wissenschaftsminister in die Bundesregierung. Dieses Amt bekleidete er bis 1994, ehe er für ein halbes Jahr Unterrichtsminister wurde.

Bereits im Juli 1991 war er als Nachfolger von Josef Riegler Bundesobmann der ÖVP geworden und übernahm daraufhin auch die Agenden des Vizekanzlers. Als überzeugter Europäer feierte er im Juni 1994 seinen großen Triumph, als 66 Prozent der ÖsterreicherInnen den EU-Beitritt Österreichs befürworteten. Die schließlich doch überraschende Wahlniederlage seiner Partei im November 1994 bedeutete allerdings den Anfang vom Ende der politischen Karriere Buseks. Im Mai 1995 durch Wolfgang Schüssel ersetzt, blieb Busek noch bis Ende Juli Abgeordneter, ehe er sich aus der Öffentlichkeit zurückzog, um sich verstärkt mit europäischen Problemen zu befassen. So übernahm er 1995 den Vorsitz des Institutes für den Donauraum und Mitteleuropa (IDM), und war später Regierungsbeauftragter für die EU-Erweiterung und Sonderkoordinator des Stabilitätspaktes für Südosteuropa.

Busek verfasste zahlreiche Bücher zu europäischen Themen, darunter "Eine Reise ins Innere Europas" (2001), "Die Europäische Union auf dem Weg nach Osten" (2003) oder "Eine Seele für Europa. Aufgaben für einen Kontinent" (2008).

Helmut Krünes 75

Ebenfalls 75 wird der ehemalige Verteidigungsminister Helmut Krünes. Geboren am 30. März 1941 in Wien, besuchte er dort Volksschule und Gymnasium, ehe er 1959 ein Studium an der Technischen Hochschule begann. Dieses beendete er mit den Titeln DI und Doktor. Danach war Krünes bis 1986 in der Privatwirtschaft tätig, ehe ihn Bundeskanzler Sinowatz im Mai jenen Jahres zum Verteidigungsminister berief. Als solcher vermochte er jedoch nicht mehr sonderliches Engagement zu entwickeln, da die Koalition zwischen SPÖ und FPÖ schon wenige Monate später zerbrach.

Krünes schied bereits im Januar 1987 aus der Regierung wieder aus, gehörte aber schon seit Dezember 1986 für die FPÖ dem Nationalrat an. Dort äußerte er sich zu Sicherheits- und Verteidigungs-, aber auch zu wirtschaftlichen Fragen. Im Herbst 1988 schied Krünes jedoch aus dem Parlament aus, nachdem er sich für seine Partei bei den Wahlen zum Niederösterreichischen Landtag engagiert hatte. Krünes avancierte zum Landtagsabgeordneten und blieb bis zum Ende seiner aktiven politischen Tätigkeit Klubvorsitzender.

Alle runden Geburtstage im März:

Volker Kier, ehemaliger Abgeordneter (L) - 75. Geburtstag am 2. März,

Gabriele Binder-Maier, ehemalige Abgeordnete (S) - 60. Geburtstag am 4. März,

Hannes Bauer, Staatssekretär a.D. und ehemaliger Abgeordnete (S) -75. Geburtstag am 18. März,

Heinrich Neisser, Zweiter Präsident des Nationalrats a.D. sowie ehemaliger Bundesminister und Staatssekretär (V) - 80. Geburtstag am 19. März,

Josef Auer, ehemaliger Abgeordneter (S) - 60. Geburtstag am 24. März,

Erhard Busek, Vizekanzler und Bundesminister a.D. sowie ehemaliger Abgeordneter (V) - 75. Geburtstag am 25. März,

Paul Fasching, ehemaliger Bundesrat (V) - 65. Geburtstag am 29. März,

Helmut Krünes, Bundesminister a.D. und ehemaliger Abgeordneter (F) -75. Geburtstag am 30. März.

HINWEIS: Biographische Angaben über alle ParlamentarierInnen seit 1918 finden Sie auf www.parlament.gv.at in der Rubrik "Wer ist wer". (Schluss) red

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der Parlamentsdirektion
Parlamentskorrespondenz
Tel. +43 1 40110/2272
pressedienst@parlament.gv.at

http://www.parlament.gv.at
www.facebook.com/ParlamentWien
www.twitter.com/oeparl

***OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT***

OTS0032 2016-02-26/09:58