OTS0094 5 II 0287 FMB0001 SI Fr, 20.Nov 2015
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Brosz: „Klugs Förderpolitik ist hauptverantwortlich für Intransparenz und Doppelförderungen bei der Ski-WM“

Grüne: „Nationalrat muss unbelehrbaren Sportminister zwingen, die Rechnungshofkritik ernst zu nehmen“

Wien (OTS) - „Situationselastisch ist nicht die einzige Eigenschaft, die Sportminister Klug auszeichnet, unbelehrbar steht auch ganz oben auf der Liste der persönlichen Eigenschaften“, so kommentiert der Sportsprecher der Grünen, Dieter Brosz, den Umgang Klugs mit der massiven Kritik des Rechnungshofs an den Förderungen der Ski-WM in Schladming.

„Ich habe bei Klug in den letzten Sitzungen des Sportausschusses und auch im gestrigen Budgetausschuss des Nationalrats immer wieder eingefordert, dass es bei Sportgroßveranstaltungen wie der Ski-WM nicht ausreicht, einfach Infrastrukturprojekte zu fördern. Seine Förderpolitik ist hauptverantwortlich für die vom Rechnungshof kritisierte Intransparenz,“ hält Brosz fest. Vor allem der ÖSV unter Präsident Schröcksnadel hat es verstanden ein System zu entwickeln, durch das Baumaßnahmen üppig und offenbar sogar doppelt von der öffentlichen Hand und der FIS gefördert wurden. Durch jeden Verzicht des Sportministeriums auf Gesamtkostenaufstellungen wurde diese jetzt massiv vom Rechnungshof kritisierte Praxis erst ermöglicht. „Schröcksnadels Motto lautet offenbar: Die Kosten von Großveranstaltungen trägt die öffentliche Hand, die Gewinne werden privatisiert und der ÖSV kassiert. Sportminister Klug hat diese Praxis in den letzten Monaten gebetsmühlenartig verteidigt und war auch im gestrigen Budgetausschuss nicht bereit, Änderungen für die Zukunft zuzusagen. Ein verantwortungsvoller Umgang mit Steuergeld sieht anders aus,“ urgiert Brosz.

„Die Grünen werden im Rahmen der Budgetdebatte nächste Woche im Nationalrat einen Antrag einbringen, der die Rechnungshofkritik ernst nimmt. Die Vorlage einer Gesamtkostenrechnung muss eine nicht zu umgehende Voraussetzung für die Förderung von Sportgroßveranstaltungen werden. Wenn Klug nicht in der Lage ist, einen sorgsamen Umgang mit Steuergeld zu gewährleisten, muss er vom Nationalrat dazu gezwungen werden,“ fordert Brosz.

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