OTS0067 5 CI 0463 NEF0004 II Fr, 20.Nov 2015
Gesundheit / Kinder / Psychologie / Gesellschaft / Soziales

Die Österreichischen Kinderschutzzentren: Kinderschutz ist ein Kinderrecht – 30 Jahre Kinderschutzzentren in Österreich

Wien (OTS) - Am 20. November, dem Welttag der Kinderrechte melden sich die Österreichischen Kinderschutzzentren zu Wort – Seit 30 Jahren sind sie spezialisiert auf eine niederschwellige Beratung psychosozial belasteter Kinder und Jugendliche und deren Familien.

Häusliche Gewalt trifft Kinder existentiell!

Für eine gesunde Entwicklung brauchen Kinder mehr als nur Nahrung und ein Dach über dem Kopf. Der Wunsch nach Nähe zu vertrauten Personen und das Bedürfnis nach Sicherheit und Schutz gehören ebenso dazu wie der Drang, Neues zu erleben und die Welt zu erkunden.
Immer noch bleibt vielen Kindern in Österreich dieses Bedürfnis nach Sicherheit und Schutz versagt – immer noch sind Kinder von Gewalt betroffen – gleich neben an – zwischen uns allen – bemerkt und unbemerkt.

Wenn Kinder Gewalt erleben, nimmt ihre Psyche Schaden.

Dies trifft besonders bei häuslicher Gewalt zu - gleichsam ob Kinder diese erleben oder beobachten. Häusliche Gewalt betrifft Kinder existentiell – in den Österreichischen Kinderschutzzentren finden sie seit 30 Jahren Schutz und Hilfe.

Die Österreichischen Kinderschutzzentren sind auf Gewaltdynamiken spezialisierte Einrichtungen und verfügen über umfangreiches Fachwissen und jahrelange Erfahrung in der Begleitung von Kindern und Jugendlichen.

Bei sämtlichen Maßnahmen steht das Kindeswohl stets im Fokus. „Unser erklärtes Ziel ist es, das Kindeswohl zu sichern, zu erhalten bzw. wieder herzustellen“, so Dr.in Adele Lassenberger, Vorsitzende des Bundesverbandes Österreichischer Kinderschutzzentren. „Basis unserer Arbeit ist die UN-Konvention über die Rechte des Kindes (Kinderrechts-Charta, 1989) und das aktuell gültige Kinder- und Jugendhilfegesetz. Kernpunkt ist das in der UN-Konvention verankerte Recht des Kindes, von allen Formen der Gewalt geschützt zu werden“.

„Gewalt entsteht nicht plötzlich und zufällig sondern ist die Spitze eines Eisberges, den es abzubauen gilt“, so Lassenberger. Moderne Kinderschutzarbeit sensibilisiert und unterstützt Eltern dabei, Verantwortung für das Wohl ihrer Kinder zu übernehmen. Mitunter bedarf es dafür mehrerer Anläufe und verschiedenster Kooperationspartner. Deshalb arbeiten Kinderschutzzentren multiprofessionell und gut vernetzt auf Basis anspruchsvoller Qualitätskriterien und Prinzipien.

Zu den primären Aufgaben eines Kinderschutzzentrums zählen Beratung, Krisenintervention und Psychotherapie in Fällen von Gewalt oder Verdacht auf Gewalt gegen Kinder und Jugendliche. Familienberatung, Prozessbegleitung, Besuchsbegleitung und Kinderbeistand ergänzen das Angebot.

Auf Grund der sehr knappen, zu knappen Ressourcen können nicht alle Aufgaben ausreichend erfüllt werden – so müssen vor allem in den Regionen bereits Wartelisten eingerichtet; Leistungen reduziert bzw. gestrichen werden.

Jedoch wenn Kinder akut von Gewalt betroffen sind, wird auch in Zeiten mangelnder Ressourcen versucht, diese zeitnah und unmittelbar zu begleiten und den dringend notwendigen Schutz einzuziehen. Ohne Erhöhung der Ressourcen, wird dieser Anspruch auf Dauer nicht zu halten sein.

Konkret fehlen den mehr als 30 Kinderschutzzentren in Österreich derzeit etwa 40-50 Planstellen, um die Mindestkriterien zu erfüllen. Der tatsächliche Bedarf ist weit höher.

Rückfragen & Kontakt:

DIE ÖSTERREICHISCHEN KINDERSCHUTZZENTREN
Martina Wolf
Tel.: 0043(0)664 915 09 97
martina.wolf@oe-kinderschutzzentren.at
www.oe-kinderschutzzentren.at

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