OTS0167 5 II 0279 MLA0002 WI Di, 29.Sep 2015
Rupprechter / Umwelt / Verkehr / Abgasmessungen

Bundesminister Rupprechter: Abgasmessungen auf der Straße statt im Labor

Europäische Union muss Prüfzyklen an den realen Fahrbetrieb anpassen

Wien (OTS) - „Manipulationen im Testzyklus sind umweltpolitisch inakzeptabel und es gilt, solche illegalen Praktiken durch gezielte Maßnahmen künftig zu verhindern“, betont Bundesminister Rupprechter im Umweltausschuss. „Es braucht nun maximale Transparenz, um das Vertrauen der Konsumenten wieder herzustellen, dies kann nur gelingen wenn die europäische Automobilbranche gemeinsam mit der Europäischen Kommission und der Europäischen Umweltagentur die ‚Real Drive Emissions‘, also Tests unter realen Bedingungen statt unter Laborbedingungen, durchführt und veröffentlicht“, so Rupprechter weiter.

Für neue Dieselfahrzeuge sollen durch die Automobilindustrie Messungen von unabhängigen Fachleuten, wie etwa der Europäischen Umweltagentur bzw. den Umweltämter in den Ländern durchgeführt und überwacht werden. Zudem soll auf EU-Ebene der neue Fahrtestzyklus WLTP (world harmonized light vehicles test) ehestmöglich eingeführt werden. Dieser ergibt realistischere Verbrauchswerte als der derzeit verwendete NEFZ (neuer europäischer Fahrzyklus), der bereits veraltet ist. Zudem muss der neue europäische Testzyklus wie in den USA um einen Straßentest ergänzt werden.

BM Rupprechter wird dieses Thema im nächsten Umweltministerrat in Brüssel auf die Tagesordnung bringen, auch wenn faktisch die Verantwortung derzeit im Bereich der Verkehrsminister liegt. Er fordert die Europäische Kommission auf einen Bericht zur Situation in der EU vorzulegen, ob auch in Europa Fahrzeuge in Verkehr gebracht wurden, die illegal manipuliert wurden. „Wenn in Europa solche Fahrzeuge verkauft wurden, dann war dies nicht nur ein Betrug am Konsumenten, sondern auch an der Republik. Mögliche Ersatzzahlungen durch die Automobilbranche an Österreich müssen für umweltfreundliche Mobilität im Klima- und Energiefonds zur Verfügung stehen“, so Bundesminister Rupprechter.

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