OTS0031 5 II 0788 SEN0001 Di, 29.Sep 2015
Senioren / Kongress / Denkwerkstatt

8. „Denkwerkstatt-Kongress“ des Österreichischen Seniorenbundes: „Arbeit. Schaffen. – Zeit. Schenken. – Sicherheit. Geben.“

Umfassende jährliche Arbeit zum „Internationalen Tag der Älteren“. 10 Jahre Sozialforschung im Dienste der Seniorinnen und Senioren

Wien (OTS) - In der Politischen Akademie der ÖVP in Wien findet heute der 8. "Denkwerkstatt-Kongress" des Österreichischen Seniorenbundes mit Expertinnen und Experten, (Senioren-)Politiker/innen und 100 Seniorinnen und Senioren aus ganz Österreich statt.

Univ.-Prof. Dr. Andreas Khol, seit 10 Jahren Bundesobmann des Österreichischen Seniorenbundes, betont in seiner Eröffnung:

"Am Donnerstag, den 1. Oktober, wird zum 25. Mal der "Internationale Tag der Älteren" begangen. Da werden Sie wieder viele bunte Politiker-Fotos in den Zeitungen finden, die betonen, wie wichtig die Älteren sind! Wir vom Seniorenbund arbeiten hingegen 365 Tage im Jahr für die Interessen und die Lebensqualität der älteren Generationen Österreichs. Und seit 10 Jahren arbeiten wir in unserer "Denkwerkstatt" mit Hilfe von 40 Expertinnen und Experten aller Fachrichtungen an wissenschaftlich basierten Programmen für die Seniorinnen und Senioren. Daraus sind schon viele konkrete Gesetze, Projekte und Kooperationen entstanden. Und damit machen wir klar: Wir Seniorinnen und Senioren bestimmen bei allen Themen mit! Mit Pensionen und Pflege lassen wir unsere Interessen, unsere Mitsprache und Mitbestimmung längst nicht mehr beschränken!"

Der Kongress steht diesmal unter dem Motto "Arbeit. Schaffen. - Zeit. Schenken. - Sicherheit. Geben." Das Motto beschreibt zugleich die Themen der drei Arbeitskreise, in denen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer konkrete Arbeitsprogramme für Österreichs Seniorinnen und Senioren erarbeiten:

"Arbeit. Schaffen." Wie kann man Ältere unterstützen, erwerbstätig zu bleiben?

"Der Arbeitskreis "Arbeit. Schaffen" wird von unserer Bundesobmann-Stellvertreterin und ÖVP-Seniorensprecherin im Nationalrat, Mag. Gertrude Aubauer, geleitet. Wir werden klären: Wie kann man das Image älterer Beschäftigter erhöhen? Wie kann man den Leistungswilligen Mut machen, auch im höheren Alter etwas Neues zu wagen? Wie kann man die Unternehmen motivieren, daran mitzuarbeiten? Aber auch: Wie kann man es schaffen, die Arbeit auch in späten Jahren wirklich zu "schaffen"?", erklärt Khol.

"Zeit. Schenken." Wie kann man Freiwilligenarbeit Älterer ausbauen und mehr wertschätzen?

"Der Arbeitskreis "Zeit. Schenken.", geleitet von unserer Bundesobmann-Stellvertreterin, Wiener Seniorenbund-Chefin und Vorzugsstimmenkämpferin für die Wiener Gemeinderatswahlen, Ingrid Korosec, befasst sich mit der stetig steigenden Freiwilligenarbeit der Älteren. Wie kann man jene "abholen", die gerne als Freiwillige tätig wären, aber bis heute den entscheidenden Schritt nicht setzen? Wie bringt man Angebot und Nachfrage zusammen? Was tun, um die Wertschätzung für die Freiwilligenarbeit der Älteren in der Gesellschaft - und der medialen Darstellung - deutlich zu erhöhen?", so Khol zu den Fragestellungen in Arbeitskreis 2.

"Sicherheit. Geben." Was bedeutet Sicherheit im Pensionsalter? Und wie kann sie garantiert werden?

"Ich selbst leite den Arbeitskreis "Sicherheit. Geben.". Darin beschäftigen wir uns umfassend mit der Bedeutung von Sicherheit in der Pensionszeit. Wer dabei ausschließlich an Pensionshöhen denkt, hat die Seniorinnen und Senioren anno 2015 überhaupt nicht verstanden! Sicherheit im Alter bedeutet neben einem sicheren Einkommen: umfassenden und leistbaren Zugang zu Gesundheit und Pflege - unabhängig vom Wohnort; Erhalt und Förderung der eigenen Mobilität; sichere und flächendeckende Versorgung mit Hospiz- und Palliativangeboten; leistbares Alltagsleben; aktive und selbstgewählte Mitbestimmung in allen Systemen auf allen Ebenen - und vieles Anderes mehr", weiß Khol über die Arbeit in seiner Diskussionsrunde zu berichten.

Im Vorfeld und zur inhaltlichen Vorbereitung der Arbeitskreise hatten 22 Autorinnen und Autoren Fachbeiträge als Gedanken-Anregung zu den jeweiligen Themenkreisen geliefert. Khol dankt ihnen und hält fest:

"Von Justizminister Dr. Wolfgang Brandstetter, über AMS-Direktor Dr. Johannes Kopf, bis zu intimen Kennern des Sozialversicherungswesens; von Dr. Rudolf Bretschneider, über Waltraud Klasnic, bis zu Expertinnen des Personal- und Bildungswesens - konnten wir Wissenschafter und Experten gewinnen, unsere Arbeit schon vorab mit ihren Gedanken und Erkenntnissen zu bereichern. Ergänzt wurden die Ideensammlungen von meinen Stellvertretern Ingrid Korosec, Mag. Gertrude Aubauer und Herbert Nowohradsky wie von unseren erfahrensten Seniorenbündlern Dr. Josef Ratzenböck, Helmut Kritzinger und Dr. Gottfried Feurstein. Die Liste der Autorinnen und Autoren umfasst ebenso viele Frauen wie Männer, Jungsenioren und Menschen über 80, Wissenschafter und Praktiker. Wir braten damit nicht im eigenen Saft - wir diskutieren auf breiter Basis unter Einbeziehung aller Senioren-Generationen aus allen Bundesländern!"

Neue Senioren-Studie präsentiert. Kongress-Ergebnisse folgen in Buchform.

Ergänzt wurde die Kongress-Einleitung von Univ.-Prof. Dr. Rudolf Bretschneider, der im Auftrag des Österreichischen Seniorenbundes mit der "Senioren-Studie 2015" bereits zum zehnten Mal eine umfassende sozialwissenschaftliche Untersuchung zu den älteren Generationen Österreichs vorlegte.

"Die Ergebnisse dieses umfassenden Kongress werden in wenigen Wochen gemeinsam mit den Ergebnissen dieser Studie in Buch-Form der Öffentlichkeit vorgestellt und den Orts-, Bezirks- und Landesorganisationen für ihre tägliche - ehrenamtliche - Arbeit vor Ort zur Verfügung gestellt. Andere machen zum "Internationalen Tag der Älteren" hübsche Fotos oder lobende Presseaussendungen. Wir setzen auf inhaltliche Arbeit in den wesentlichen Lebensbereichen der Seniorinnen und Senioren Österreichs!", so der Bundesobmann des Seniorenbundes abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Österreichischer Seniorenbund, Susanne Walpitscheker, stv. Generalsekretärin, Tel.: 0650-581-78-82, swalpitscheker@seniorenbund.at, www.seniorenbund.at

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