OTS0085 5 II 0445 SPK0003 KI Fr, 06.Mär 2015
SPÖ / Hakel / Kunst / Kultur / Frauentag

Hakel: Wir brauchen mehr Frauen in Kunst und Kultur!

Bund hat in vielen Bereichen Vorreiterrolle – Aufholbedarf vor allem in den Sparten Musik, Literatur und Film

Wien (OTS/SK) - "Wir brauchen mehr Frauen in Kunst und Kultur!" Das betonte SPÖ-Kultursprecherin Elisabeth Hakel am Freitag anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März. Der Bund sei in vielen Bereichen Vorreiter und unterstütze Frauen vorbildlich. In einigen Sparten gebe es aber noch Aufholbedarf, betonte die SPÖ-Kultursprecherin. "Viele Bundeskulturinstitutionen sind bereits in Frauenhand. Erst unlängst wurde Karola Kraus als wissenschaftliche Direktorin des mumok wiederbestellt und ihr mit Cornelia Lamprechter eine Frau als kaufmännische Geschäftsführerin zur Seite gestellt. Auch im Burgtheater steht mit Karin Bergmann erstmals eine Frau großen Herausforderungen gegenüber. Weibliche Leitungen gibt es auch im Belvedere, im Technischen Museum und in der Nationalbibliothek. Aber wenn ich die 0-Prozent-Quoten bei Komponistinnen, Dirigentinnen und Regisseurinnen in der Staatsoper sehe, weiß ich, dass wir noch einen langen Weg zur Gleichstellung der Geschlechter vor uns haben", so Hakel. ****

In manchen Bereichen habe sich schon viel getan, führte Hakel aus. So sei beispielsweise die geschlechtsspezifische Verteilung der Beirats-und Jurymitglieder der Kunstsektion sehr ausgeglichen. Mit einem eigenen Mentoring für Künstlerinnen habe die Kunstsektion auch darüber hinaus wichtige Akzente gesetzt. Als einen "wichtigen Beitrag" zur Erreichung von mehr Geschlechtergerechtigkeit bezeichnete Hakel auch die ausgebaute Gender-Statistik im Kunst- und Kulturbericht. Hier ließe sich beispielsweise nachvollziehen, wie viele Künstlerinnen in Einzelausstellungen in den Bundesmuseen präsentiert werden. "Die Quoten liegen sehr unterschiedlich zwischen Null im Kunsthistorischen Museum und 45,5 Prozent im MAK. Besonders trist stellt sich aber die Situation in der Staatsoper dar, die 100-prozentige Männerquoten bei Komponisten, Librettisten, Dirigenten und Regisseuren aufweist. Nur eine einzige Bühnenbildnerin und zwei Choreographinnen fanden Beschäftigung", erläuterte die SPÖ-Kultursprecherin.

Insgesamt ortet Hakel ausgehend von den Zahlen im Kunst- und Kulturbericht besonderen Handlungsbedarf bei Musik, Literatur und Film. "Wenn bei den personenbezogenen Förderungen der Kunstsektion im Bereich Musik 380.700 Euro an Männer und nur 164.100 Euro an Frauen gehen und Frauen auch bei der Literatur und beim Film unterrepräsentiert sind, haben wir Handlungsbedarf", so Hakel. Hier brauche es vor allem auch Strukturänderungen. In der Filmbranche insgesamt liege beispielsweise die Mittelverteilung zwischen Männern und Frauen bei ca. 80 zu 20, der Frauenanteil bei Regie und Drehbuch bei ca. 30 Prozent. Im Bereich der Produktion sei der Frauenanteil verschwindend gering. "Generell lässt sich beim Film und nicht nur dort konstatieren: Je höher die Budgets desto niedriger der Frauenanteil. Das muss auch für Institutionen wie das Österreichische Filminstitut ein Auftrag sein. Hier werde ich mich für klare Zielquoten bei der Vergabe öffentlicher Mittel zur Förderung der Filmherstellung einsetzen", so Hakel abschließend. (Schluss) mb/ah/mp

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