OTS0029 5 II 0236 NBU0001 Fr, 06.Mär 2015
Politik / Faymann / Steuern / Steuerreform / ORF

Bundeskanzler Werner Faymann zur Steuerreform im ORF-Bürgerforum

Wien (OTS) - Bundeskanzler Werner Faymann unterstrich in der gestrigen ORF-Sendung "Bürgerforum" die Eckpunkte der kommenden Steuerreform: "Entscheidend ist, dass die Menschen mehr netto übrig haben, dadurch die Kaufkraft gesteigert wird und nicht zusätzlich belastet werden", hielt der Bundeskanzler fest. "Wir haben vor der Wahl gesagt, dass wir den Einkommenssteuersatz senken wollen, deswegen werden die stärksten Gewinner die sein, die bei Vollzeitarbeit ein Durchschnittseinkommen beziehen. Zusätzlich kämpfen wir dafür, dass jene, die keine Einkommenssteuer zahlen, eine Gutschrift erhalten."

Zur Frage der Gegenfinanzierung wies der Bundeskanzler auf drei Quellen hin, durch die die geplante Steuersenkung finanziert werden müsse: Einsparungen, Betrugsbekämpfung und Beiträge der Vermögenden.

Werner Faymann: "Man kann nicht immer sagen, Reiche sind ein scheues Reh und daher schwer zu erwischen, deswegen holen wir uns die Steuern von den ArbeiterInnen und Angestellten. Wir haben europaweit die geringsten Steuern auf Vermögen und die höchsten auf Arbeit. Deshalb müssen die Vermögenssteuern mehr werden und die Steuern auf Arbeit hinunter."

Der Kampf gegen Steuerbetrug müsse auf österreichischer aber auch auf europäischer Ebene forciert werden: "Arm und Reich können nur zusammengeführt werden, wenn die, die viel verdienen auch Steuern zahlen. Deswegen müssen sich Nationalstaaten international besser organisieren, damit es sich große Konzerne nicht mehr so leicht richten können und selbst entscheiden, wo sie wieviel Steuern zahlen."

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