OTS0136 5 II 0318 FMB0005 WI Mi, 21.Jän 2015
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Schwentner zu Sozialbericht: Gerechte Steuerpolitik notwendiger denn je

Schatz: ArbeitnehmerInnen bekommen immer weniger vom gesellschaftlichen Reichtum ab

Wien (OTS) - "ArbeitnehmerInnen bekommen immer weniger vom Kuchen des gesellschaftlichen Reichtums ab. Das ist die Hauptaussage des heute veröffentlichten Sozialberichts", meint Birgit Schatz, ArbeitnehmerInnensprecherin der Grünen. "Die Löhne verlieren im Vergleich zu den Unternehmensgewinnen erheblich, und das schafft Probleme."

Vor allem die Wohnkosten sind für Menschen mit niedrigen Einkommen stark gestiegen und geraten dadurch immer mehr unter Druck. "Die Mehrheit der Menschen mit niedrigen Einkommen lebt in Mietwohnungen und sie müssen mehr als 40 Prozent ihres Einkommens für Wohnung, Heizen und Strom ausgeben", kritisiert die Sozialsprecherin der Grünen, Judith Schwentner.

Auch wenn Österreich tatsächlich besser da steht, als andere europäische Länder, so ist es doch erschreckend, dass 60 Prozent aller ArbeitnehmerInnen seit Jahren anteilsmäßig an Lohn verlieren. "Da muss endlich konsequent gegengesteuert werden", fordert Birgit Schatz.

Die Einkommenssituation von unselbständig Beschäftigten wird zunehmend ungleicher. "Hauptursache ist die Steigerung von geringfügiger Beschäftigung, Teilzeitbeschäftigung und Saisonbeschäftigungen. Die Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen zählen sogar zu den höchsten der EU. Hier entpuppen sich vor allem die sogenannten frauentypischen Berufe und die hohe Teilzeitquote bei Frauen als Fallen", erläutert Schwentner. So brauche es bei den Einkommensberichten die Unternehmen derzeit vorlegen sollten verbindlichere Standards und Sanktionen bei Nicht-Erfüllung.

"Der Sozialbericht zeigt einmal mehr, wie sehr eine gerechte Steuerpolitik Ungleichheiten beseitigen könnte. Die Regierung ist daher dringend gefordert ein Steuerpaket vorzulegen, das die Schere zwischen Arm und Reich in Österreich schließt und für mehr Gerechtigkeit sorgt. Daher müssen niedrige und mittlere Einkommen entlastet und eine Erbschafts- und Schenkungssteuer eingeführt werden", fordert Schwenter.

"Statt zuzusehen, wie die Lohnspirale sich immer schneller zu Ungunsten der ArbeitnehmerInnen nach unten dreht, muss es für Unternehmen attraktiv gemacht werden, ArbeitnehmerInnen gut zu bezahlen. Dazu müssen unsichere Billigstarbeitsverhältnisse erheblich verteuert und Kapitaleinkommen wesentlich stärker besteuert werden", fordert die Grüne ArbeitnehmerInnensprecherin Schatz.

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