OTS0123 5 CI 0181 SBG0001 Do, 15.Jän 2015
Soziales / Salzburg

In Salzburg nur zwei bis sieben Adoptionen pro Jahr

Schellhorn warnt adoptionswillige gleichgeschlechtliche Paare vor euphorischen Erwartungen nach Verfassungsgerichtshof-Spruch

Salzburg (OTS) - Der Verfassungsgerichtshof hat Diskriminierungen auf Grund sexueller Orientierung im Adoptionsrecht als verfassungswidrig erkannt und das Adoptionsverbot für gleichgeschlechtliche Paare aufgehoben.

Salzburgs Sozialreferent Landesrat Dr. Heinrich Schellhorn wertet den Spruch des Verfassungsgerichtshofes als grundsätzlich positive Erkenntnis gegen Diskriminierung. Schellhorn warnt aber vor überzogenen Erwartungen, wie sie in öffentlich genannten Zahlen von angeblich mehr als 100 adoptionswilligen gleichgeschlechtlichen Paaren in Salzburg zum Ausdruck kommen. "Die praktischen Auswirkungen der Aufhebung des Adoptionsverbotes werden gering sein. Zu große Hoffnungen können nur zu Enttäuschungen führen. In den vergangenen Jahren konnten wir in Salzburg jeweils nur zwei bis sieben Adoptionen abschließen."

Liebevolle Pflegeeltern immer gesucht

Anders, so der Sozialreferent, sei die Situation bei den Pflegeeltern. Derzeit seien mehr als 300 Kinder bei Pflegeeltern untergebracht. Hier sei bereits jede Diskriminierung auf Grund der sexuellen Orientierung beseitigt. Schellhorn: "Es besteht immer Bedarf an liebevollen, verlässlichen Pflegeeltern."

Rückfragen & Kontakt:

Landes-Medienzentrum
Information, Kommunikation, Marketing
Chefredakteurin Mag. Karin Gföllner
Tel.: (0662) 80 42 / 24 33
landesmedienzentrum@salzburg.gv.at
http://www.salzburg.gv.at

***OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT***

OTS0123 2015-01-15/11:56