OTS0102 5 II 0594 NIN0001 Mi, 10.Dez 2014
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Cybersecurity-Planspiel 2014: Von der Strategie zum Cybersecurity-Gesetz

KSÖ-Planspiel am 9. Dezember 2014 in der Wirtschaftskammer Österreich - Zusammenarbeit von Ministerien und Wirtschaft unter einem angenommenen Internet-Kollaps durchgespielt

Wien (OTS) - "Technologische Entwicklungen bergen für die Behörden und die Wirtschaft neben Chancen auch Sicherheitsrisiken. Das Internet ist dabei zu einer wichtigen Komponente geworden. Ein Schlüssel, um die Cyber-Sicherheit zu stärken, ist die Intensivierung der Kommunikation und Kooperation zwischen Unternehmen und Behörden, weshalb ein enger Austausch zwischen Vertreterinnen und Vertretern des Staates und der Wirtschaft notwendig ist. Dafür sind jedoch auch technische und rechtliche Fragen zu erörtern, wofür das heutige Planspiel die Grundlage bildet", sagte Mag. Mag. (FH) Konrad Kogler, Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit im Innenministerium, anlässlich des diesjährigen Cybersecurity-Planspiels, das am 9. Dezember 2014 gemeinsam von Innenministerium, Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) und dem "Kuratorium Sicheres Österreich" (KSÖ) veranstaltet wurde.

Die 2013 von der Bundesregierung verabschiedete nationale Cyber-Sicherheitsstrategie definiert die Zusammenarbeit von Staat, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft im Cybersecurity-Bereich als gesamtstaatliches Ziel. Als erstes Ergebnis der Strategie wurden Prozesse für die Kommunikation und Kooperation von Unternehmen und Behörden entwickelt, die nun im Rahmen von Planspielen erprobt werden sollen. Dadurch wird sichergestellt, dass die zukünftigen Schritte nahe an den in der Realität relevanten Cyber-Sicherheitsherausforderungen ausgerichtet sind.

2012 wurde erstmalig in Europa in einem Planspiel die Zusammenarbeit von Ministerien und Wirtschaft unter einem angenommenen Kollaps der Internetverbindungen durchgespielt. 2014, zwei Jahre später, wurden die Lektionen von 2012 umgesetzt, wobei der Fokus auf den Details der Zusammenarbeit lag. Das Planspiel, das in den Räumlichkeiten der Wirtschaftskammer Österreich stattfand, gliederte sich dazu in drei Phasen. In einer ersten Phase wurden die zehn Spielergruppen mit einer technischen Bedrohung konfrontiert, zu der sie noch einzeln Lösungen finden mussten. Die Lösungen wurden gemeinsam besprochen, um voneinander zu lernen und um ein gemeinsames Lagebild erstellen zu können. Experten des GovCERT (Government Computer Emergency Response Team) und von CERT.at unterstützten die Unternehmen dabei bei ihrer Arbeit.

In weiterer Folge wurden die Unternehmen zusätzlich mit rechtlichen Fragen und einer verschärften Sicherheitsbedrohung konfrontiert. Die Zusammenarbeit aller Kräfte wurde von Mitarbeitern des zukünftigen Cybersecurity-Centers (CSC) des Innenministeriums koordiniert und moderiert. Rechtliche Fragen und technologische Hindernisse, die sich in der Zusammenarbeit möglicherweise ergaben, wurden nach dem Planspiel diskutiert, um die Kooperation zu verbessern.

Das Planspiel ist auch als Unterstützung für die Erstellung eines künftigen Ordnungsrahmens zu sehen, der wiederum die Grundlage für ein Cybersecurity-Gesetz darstellt, wie es im Regierungsprogramm vorgesehen ist. "Die schon sehr erfolgreich laufende Zusammenarbeit zwischen Staat und Wirtschaft muss auch auf der Rechtsebene verstärkt werden, denn die aktuelle Gesetzeslage ist noch nicht ausreichend an Cyber-Bedrohungen angepasst", sagte KSÖ Präsident Mag. Hameseder anlässlich der Planspieleröffnung.

"Die Wirtschaftskammer Österreich als Interessenvertretung der österreichischen Wirtschaft bringt sich bei diesem Cybersecurity-Planspiel mit ihrem Know-How, ihren Erfahrungen und Kapazitäten ein. Dadurch soll sichergestellt werden, dass auch im Ernstfall gemeinsame Abstimmungs- und Kommunikationsprozesse strukturiert ablaufen und die Wirtschaftskammerorganisation die heimischen Betriebe mit bestmöglichem Service und Informationsangebot unterstützen kann", erklärte der Gastgeber des Cybersecurity Planspiels 2014, Dr. Herwig Höllinger, stellvertretender Generalsekretär der WKÖ. Zu den wichtigsten Problemlösern, nicht nur in einem derartigen Krisenfall, gehören die österreichischen IT-Unternehmen, deren Einbindung in ein solches Szenario ebenfalls vorbereitet werden muss.

In der dritten Phase werden die gewonnenen Erkenntnisse zu einem Lagebild verarbeitet und es werden Lektionen daraus abgeleitet. Eine öffentliche Präsentation der Ergebnisse erfolgt beim KSÖ Sicherheitskongress am 23. Februar 2015.

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