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Fernsehen / ORF III Kultur und Information / Medien / Programm

ORF III am Wochenende: Robert Meyer und Sängerin Gustav bei "Denk mit Kultur", "Erlebnis Bühne" mit Luciano Pavarotti

Außerdem: Neue Folge "Österreich II" und "Das letzte Todesurteil in der DDR" in der "zeit.geschichte", Operette "Astoria" und "Ein Sommernachtstraum"

Wien (OTS) - Einen Blick in die unstete Vergangenheit Südtirols wagt Hugo Portisch mit einer weiteren Folge der Neuauflage von "Österreich II" am Samstag, dem 15. November 2014, um 20.15 Uhr. "Keine Zeit für Südtirol" rekonstruiert die dramatischen und in im öffentlichen Bewusstsein wenig verankerten Ereignisse seit den Tagen des italienischen Einmarsches 1918 bis zu den Pariser Verhandlungen 1947. Tragisch war auch das Schicksal Werner Teskes, des letzten DDR-Bürgers, an dem ein Todesurteil vollstreckt wurde, weil er seine Flucht in den Westen plante. Das Dokudrama "Mielkes Rache - Das letzte Todesurteil in der DDR" geht um 21.50 Uhr im Zuge des ORF-Schwerpunkts zum Fall des Eisernen Vorhangs diesem lange vertuschten Fall auf den Grund. Um 22.50 Uhr begrüßt dann Sängerin Birgit Denk die vielseitig begabte Künstlerin Eva Jantschitsch alias Gustav und Volksoperndirektor und Schauspieler Robert Meyer in ihrer neuen Gesprächsreihe "Denk mit Kultur".

Am Sonntag, dem 16. November, hebt "Operette sich wer kann" um 17.25 Uhr einen seltenen Operettenschatz: Die Verfilmung von Herbert Küsters "Astoria" mit u. a. Fritz Muliar und Peter Minich. Den "Erlebnis Bühne"-Hauptabend dominiert Startenor Luciano Pavarotti:
Nach dem Künstlerporträt "Pavarotti - A voice for the ages" um 19.15 Uhr bringt ORF III um 20.15 Uhr Verdis "Un ballo in maschera - Ein Maskenball" als Inszenierung der New Yorker Met unter der musikalischen Leitung von James Levine. An der Seite von Weltstar Pavarotti singen Aprile Millo, Florence Quivar und Leo Nucci. Der "Erlebnis Bühne"-Abend klingt anschließend um 22.30 Uhr mit einer Aufzeichnung von Felix Mendelssohn Bartholdys "Ein Sommernachtstraum" von den Salzburger Festspielen 2013 aus. In der Inszenierung von Henry Mason sind Karoline Eichhorn, Michael Rotschopf, Markus Meyer und das Salzburger Mozarteumorchester zu hören.

Die Sendungen im Detail:

Samstag, 15. November: "zeit.geschichte" mit "Österreich II" und "Mielkes Rache - Das letzte Todesurteil in der DDR"; anschließend "Denk mit Kultur" mit Gustav und Robert Meyer

"Österreich II, Folge 17 - Keine Zeit für Südtirol" (20.15 Uhr)

1947 erhalten in Paris jene Staaten, die im Zweiten Weltkrieg an der Seite Hitler-Deutschlands gekämpft haben, Friedensverträge. Bei den Pariser Friedensverhandlungen tritt Österreich, das einen Staatsvertrag bekommen soll, zusätzlich mit einer kraftvollen Forderung auf: Italien soll Südtirol an Österreich zurückgeben. Doch die Siegermächte entscheiden sich dagegen. Italien sagt den Südtirolern aber eine weitgehende Autonomie zu. Das Problem Südtirol ist damit allerdings nicht gelöst und wird noch viele Jahre auf der internationalen Agenda bleiben.

"Mielkes Rache - Das letzte Todesurteil in der DDR" (21.50 Uhr)

Werner Teske war ein erstklassiger DDR-Student der Wirtschaftswissenschaften und engagierter Kommunist. Doch im Jahr 1981 wird er abtrünnig und beschließt, in den Westen überzulaufen. Obwohl er seinen Fluchtplan nie in die Tat umsetzen kann, wird er zum Tode verurteilt und durch einen Kopfschuss hingerichtet. Um die Spuren seines Lebens zu verwischen, soll die Stasi anschließend seine Frau gezwungen haben, mit einer neuen Identität unterzutauchen.

"Denk mit Kultur: Gustav und Robert Meyer" (22.50 Uhr)

Musikerin Birgit Denk beweist in der neuen ORF-III-Gesprächsreihe "Denk mit Kultur" beim lockeren Talk in Heurigenatmosphäre, wie nahe einander Hoch- und Populärkultur sein können. In der zweiten Sendung begrüßt Denk Eva Jantschitsch, die unter ihrem Künstlernamen "Gustav" die österreichische Musiklandschaft bereichert, sowie Volksoperndirektor und Schauspieler Robert Meyer. Gustav ist Komponistin, Sängerin und Trägerin des Österreichischen Filmpreises und berichtet in der Sendung von ihren verschlungenen Wegen zur Musik, denkwürdigen Begegnungen mit Ben Becker, den Fettnäpfchen des frühen Berufslebens und ihrem Aufwachsen mit deutschen Schlagern -was sie zum Duett mit Birgit Denk "Die süßesten Früchte" frei nach Peter Alexander und Caterina Valente inspiriert. Robert Meyer, Direktor der Wiener Volksoper und selbst passionierter Schauspieler, hat sich in Österreich vor allem durch seine wegweisenden Nestroy-Interpretationen einen Namen gemacht. Im Gespräch mit Birgit Denk erörtert er, wie er zur Schauspielerei kam, dass er gelegentlich mit seinen Trauerreden für verstorbene Kollegen die Trauergäste zum Lachen bringt, und warum ihn deutsch-österreichische Fußballmatches in die Zwickmühle bringen. Zum Schluss bringt Robert Meyer mit einem urbayerischen Gstanzl ein Zungenbrecher-Duett mit Birgit Denk dar.

Sonntag, 16. November: "Astoria", "Erlebnis Bühne" mit Luciano Pavarotti im Porträt und Verdis "Un ballo in maschera", außerdem "Ein Sommernachtstraum" aus Salzburg 2013

"Operette sich wer kann: Astoria" (17.25 Uhr)

"Operette sich wer kann" präsentiert diesen Sonntag mit der Verfilmung der selten gespielten Operette "Astoria" des deutschen Komponisten Herbert Küster aus dem Jahr 1967 einen wahren Archivschatz in herausragender Besetzung. Mit dabei sind u. a. Fritz Muliar, Peter Minich, Else Rambausek und Albrecht Rueprecht. Regie führte Peter Dörre.

"Erlebnis Bühne": "Pavarotti - A voice for the ages" (19.15 Uhr) und "Un ballo in maschera - Ein Maskenball" (20.15 Uhr)

John Walkers einmalige Zusammenstellung verschiedener Dokumentationen, Features und Konzertmitschnitte von Luciano Pavarotti zeichnet unter dem Titel "Pavarotti - A voice for the ages" das facettenreiche Leben und die künstlerischen Höhepunkte des Startenors nach. Pavarottis größte Hits wie "Nessun dorma", "La donna è mobile" oder sein herausragendes Debüt in Puccinis "La Bohème" zählen ebenso dazu wie sein legendärer Auftritt für Lady Diana im Londoner Hyde Park. Überraschende Duette mit Popikone Sting oder U2-Frontmann Bono zeugen von Pavarottis künstlerischer Vielseitigkeit.
Luciano Pavarotti ist auch im Anschluss in Verdis "Un ballo in maschera" zu erleben. Von ergreifender Musik begleitet, ringen Verdis impulsive Protagonisten mit Leben, Liebe, Betrug und Tod. In der Inszenierung aus der Metropolitan Opera New York aus dem Jahr 1991 unter der musikalischen Leitung von James Levine und der Regie von Piero Faggioni sind an Pavarottis Seite u. a. Aprile Millo, Neo Nucci und Florence Quivar zu hören und sehen.

"Erlebnis Bühne: Ein Sommernachtstraum" von den Salzburger Festspielen 2013 (22.30 Uhr)

Traum oder Wirklichkeit? Wenn der treue Diener des Elfenkönigs Oberon dank Zaubernektar seine Späße treibt, werden die Athener Wälder für die betroffenen Weltenbürger zum Irrgarten der Leidenschaften. Ein ganz reales "Wunderding" ist hingegen Felix Mendelssohn Bartholdys Bühnenmusik, die den Begegnungen der Liebenden unter der Leitung von Ivor Bolton die notwendige Leichtigkeit, aber auch beunruhigende Mehrdeutigkeit verleiht. "Erlebnis Bühne" zeigt den bezaubernden Abend im Rahmen der Salzburger Festspiele 2013, inszeniert von Henry Mason mit Karoline Eichhorn, Michael Rotschopf und Markus Meyer und dem Salzburger Mozarteumorchester.

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