OTS0016 5 II 0490 NSK0002 Sa, 09.Aug 2014
SPÖ / Prammer / Heinisch-Hosek / Blatnik

Prammer-Trauerfeier (2) - Heinisch-Hosek: "Barbara Prammer ist eine große Tochter Österreichs"

Bundesratspräsidentin Blatnik: "Prammers Auftreten gegen Diskriminierung jeglicher Art haben den Bausteinen, auf denen unsere Gesellschaft fußt, ein Gesicht gegeben"

Wien (OTS/SK) - Neben Bundeskanzler Werner Faymann würdigten heute auch Frauen- und Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek und Bundesratspräsidentin Ana Blatnik das Leben und Wirken von Barbara Prammer. Heinisch-Hosek hob besonders das frauenpolitische Engagement der verstorbenen Nationalratspräsidentin und SPÖ-Politikerin hervor:
"Für mich gilt es heute vor allem die Frauenpolitikerin Barbara Prammer zu würdigen. Wissend, dass Demokratiepolitik, internationale Politik und ihr Engagement für Minderheiten gleichermaßen das Fundament ihrer Arbeit waren", sagte Frauenministerin Heinisch-Hosek. Ana Blatnik zeigte sich in ihrer Trauerrede zutiefst beeindruckt von Prammers Engagement in der Minderheitenpolitik: "Barbara Prammer hat ihre Stimme immer für die Rechte der Minderheiten erhoben und das hohe Haus für diese geöffnet." ****

"Barbara wollte, dass jede Frau die Chance auf eine gute Ausbildung, einen Beruf und ein eigenes Einkommen hat. Ein Einkommen, von dem sie auch leben kann", so Heinisch-Hosek. Mit der Kindergartenmilliarde habe es Prammer geschafft, Hürden zu beseitigen und somit die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu ermöglichen. "Die Feministin Barbara Prammer stellte auch die Weichen für die Verankerung der Gleichstellung von Frauen und Männern in der österreichischen Verfassung", betonte die Frauen- und Bildungsministerin und führte weiter aus: "In ihrer Zeit als Frauenministerin ist das Gewaltschutzgesetz in Kraft getreten. Erstmals war gesetzlich festgelegt, dass der Täter und nicht das Opfer die Wohnung verlassen muss. Viele neue Gewaltschutzzentren entstanden und eine eigene telefonische Frauenhelpline geht auf ihre Initiative zurück."

Heinisch-Hosek betonte darüber hinaus das Engagement Prammers gegen jegliche Form von Diskriminierung: "Barbara, du warst auch eine wichtige Verbündete für gleichgeschlechtlich liebende Menschen. Gemeinsam mit dir wurde ein Weg in eine offenere Gesellschaft eingeschlagen. Du bist eine große Tochter Österreichs und Europas und uns alle eint der Respekt vor deiner Haltung und die Bewunderung deiner Leistungen."

Und weiter: "Viele Frauen und Männer dieses Landes waren Barbara Prammer freundschaftlich verbunden. Nicht die Jahre in unserem Leben zählen, sondern das Leben in unseren Jahren. Barbara, ich bin stolz dich gekannt zu haben", so dieFrauenministerin.

Dass Demokratie keine Selbstverständlichkeit sei, habe Prammer immer betont. "Demokratie war für sie die Möglichkeit, Alltag mitzugestalten. Das Bekenntnis zu Verständnis und ihr Auftreten gegen Diskriminierung jeglicher Art haben den Bausteinen, auf denen unsere Gesellschaft fußt, ein Gesicht gegeben. Mit ihrem authentischen Handeln hat Barbara Prammer Maßstäbe gesetzt", betonte Ana Blatnik. "Sie wollte immer Lösungen finden und beschäftigte sich nicht mit dem, was gerade opportun schien. Barbara ging es darum, 'unsere Überzeugungen zum Trend der Zeit zu machen'", sagte Blatnik.

Die Nationalratspräsidentin habe zudem ihre Stimme für die Rechte von Minderheiten erhoben und das hohe Haus für diese geöffnet. Auch die Förderung der parlamentarischen Diplomatie war ihr ein besonderes Anliegen. "Sie hat sich für eine weltweite Stärkung des Parlamentarismus, der Menschenrechte und für Frieden eingesetzt. Danke für alles, Barbara", so Blatnik. (Schluss) dm/mo

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