OTS0064 5 II 0263 BJV0001 Di, 05.Aug 2014
Innenpolitik / Asyl / Bildung / Bundesregierung / Jugend / Kinder

Bundesjugendvertretung fordert mehr Sensibilität und rasche Lösung in Asyldebatte

Die BJV kritisiert das politische Hick-Hack auf Kosten schutzbedürftiger Menschen.

Wien (OTS) - Angesichts der aktuellen Asyldebatte ruft die Bundesjugendvertretung (BJV) zu mehr Sensibilität auf: "In der Frage der Unterbringung von AsylwerberInnen in Österreich muss das politische Hick-Hack endlich beendet werden. Wir fordern alle beteiligten Ressorts und die Bundesländer auf, bei diesem Thema zusammenzuarbeiten", so BJV-Vorsitzender Jim Lefebre.

Der Vorsitzende betont, dass automatisches Sturschalten und Drohgebärden nicht weiterhelfen. "Die Überlastung der Erstaufnahmezentren ist nicht neu. Dennoch ist die derzeitige Zahl an Flüchtlingen für Österreich durchwegs bewältigbar. Es braucht jetzt eine sachliche Diskussion und vor allem eine rasche Lösung. Die jetzige Panikmache geht vor allem zu Lasten schutzbedürftiger Menschen."

Die BJV macht auch auf die Lage junger Flüchtlinge aufmerksam: "Bis jetzt gibt es im Vergleich zum Vorjahr bei den minderjährigen Flüchtlingen bereits einen Anstieg von 20 Prozent", zeigt Lefebre auf. Gerade im Umgang mit minderjährigen Flüchtlingen brauche es besondere Sensibilität sowie adäquate Unterkünfte, die kindgerecht sind.

Außerdem muss das Recht auf Bildung auch AsylwerberInnen gewährt werden, erklärt Lefebre: "Es darf nicht länger sein, dass junge AsylwerberInnen wertvolle Zeit vergeuden, weil die Abwicklung ihrer Anträge so lange dauert. Bildungs- und Berufschancen dieser jungen Menschen dürfen nicht vertan werden, das ist für eine gelungene Integration völlig kontraproduktiv."

Die BJV fordert eine rasche Lösung der Unterbringungsfrage, schnellere Asylverfahren und mehr Qualität in Betreuung und Unterbringung. "Vor allem muss der Streit um die Erfüllung der Quoten durch die Länder endlich beendet werden", so Lefebre abschließend.

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