OTS0012 5 II 0345 NEK0001 Fr, 27.Jun 2014
Innenpolitik / Bildung / NEOS

NEOS für Fairness für nichtkonfessionelle Privatschulen

Strolz fordert Personalkostenübernahme in Höhe von 4.700 pro Schüler

Wien (OTS) - Die österreichische Privatschullandschaft wird in Österreich von konfessionellen Schulen dominiert, Schulen in freier Trägerschaft hingegen kämpfen schon seit Jahrzehnten ums Überleben. Für NEOS Bildungssprecher Matthias Strolz liegt das nicht daran, dass erstere eine qualitätsvollere Ausbildung anbieten, sondern hängt das ausschließlich mit der Finanzierung durch den Bund zusammen.

"Während der Bund die Kosten für die Lehrerinnen und Lehrer an konfessionellen Schulen vollständig übernimmt, müssen Schulen in freier Trägerschaft Jahr für Jahr um ihre Fördergelder bangen", kritisiert Strolz. "Es ist absurd. Was wir in freien Schulen beobachten ist Folgendes: Besonders engagierte Schulleitungen, besonders engagierte Lehrerinnen und Lehrer, besonders engagierte Eltern. Und die Republik sagt: "Dann zahlt euch das doch selbst." Damit schwächen wir systematisch die konstruktiven Kräfte im Schulsystem. Eine stärkenorientierte, nachhaltige Bildungspolitik müsste genau umgekehrt handeln."

Die nicht-konfessionellen Privatschulen - mit Ausnahme der Vienna International School, die alleine vom Bund 5 Millionen Euro an Förderungen bekommt - erhalten zusammengerechnet nur etwa 4,5 Millionen Euro jährlich. Strolz ist empört: "Das ist nicht einmal die Portokassa der Hypo Alpe Adria. Und nicht einmal diesen Betrag ist die Frau Bundesministerin bereit zu gewährleisten." Strolz lobt in diesem Kontext den Einsatz seines Grünen Kollegen Harald Walser:
"Sein Engagement in dieser Sache ist großartig. Wir müssen beharrlich die Schieflage im System aufzeigen."

Die NEOS haben vorletzte Woche im Nationalrat einen Antrag auf Übernahme der Kosten für das Lehrpersonal an nicht-konfessionellen Privatschulen eingebracht. Die öffentliche Hand soll pro Jahr 4.700 Euro pro Schüler an Kostenbeitrag übernehmen. Das ist der Betrag, den der Rechnungshof als Kosten für Lehrpersonal pro Schüler in der AHS-Unterstufe ausweist. "Wir dürfen nicht weiter das Engagement von tausenden Pädagoginnen und Pädagogen und Eltern gleichsam mit Füßen treten", sagt Strolz. "Das Wohl der Schülerinnen und Schüler sowie die Qualität ihrer Lernergebnisse muss von der Republik als zentrales schulpolitisches Kriterium anerkannt werden", schließt Strolz.

Zum Antrag der NEOS (am 24.06.2014 zur Behandlung im Unterausschuss des Unterrichtsausschusses zugewiesen):
http://neos.eu/klub/20140523_EA-Privatschulen.pdf

Rückfragen & Kontakt:

NEOS - Presseteam im Parlament
Tel.: 01 40 110 9091
presse@neos.eu
presse.neos.eu

***OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT***

OTS0012 2014-06-27/08:58