OTS0065 5 WI 0532 NPI0001 II Di, 20.Mai 2014
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Industrie: Investitionen in Forschung und Entwicklung Basis für Europas Wettbewerbsfähigkeit und Jobs

IV-Präsident Kapsch: EU-Task Force der Industriellenvereinigung wichtiger Schritt für Attraktivierung europäischer Forschungsinitiativen

Wien (OTS/PdI) - "Zielgerichtete Investitionen in Forschung und Entwicklung sind eine entscheidende Basis für Europas künftige Wettbewerbsfähigkeit und damit Arbeitsplätze. Daher müssen wir uns die Frage stellen, was die Industrie braucht, um im Hinblick auf den neuen EU-Finanzrahmen 2014-2020 die vorhandenen europäischen Fördermittel im Forschungs- und Innovationsbereich verstärkt und effektiv nutzen zu können", so der Präsident der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Georg Kapsch, anlässlich der Abschlussveranstaltung zur EU-Task Force, gestern Dienstag, im Haus der Industrie. Die Industriellenvereinigung hatte im September 2012, unter der Führung von Dr. Sabine Herlitschka, Vorstandsvorsitzende und CTO der Infineon Technologies Austria AG, eine zeitlich befristete EU-Task Force ins Leben gerufen, um diesen Fragen auf den Grund zu gehen.

Industrie zentrale Triebfeder von Innovation

Europa sehe sich schon jetzt im internationalen Vergleich mit einem immer größeren Mangel an Wettbewerbsfähigkeit konfrontiert. Der internationale Kampf um die besten Standorte werde sich weiter zuspitzen. "Wenn wir den Turnaround schaffen wollen, können wir das nur gemeinsam und auf europäischer Ebene. Deshalb wurde auch die Europa-2020-Strategie ins Leben gerufen, in deren Fokus Bildung und Innovation stehen. Das Ziel, europaweit drei Prozent des Bruttoinlandsproduktes in Forschung und Entwicklung zu investieren, ist bisher europaweit allerdings leider noch nicht erreicht worden", so Kapsch: "Gerade die Industrie ist und bleibt aber zentrale Triebfeder von Innovation am Standort Europa." So stehe die Industrie bei einem Anteil von rund 15 Prozent der direkten Wertschöpfung der europäischen Wirtschaft für rund 65 Prozent der gesamten Forschungs-und Entwicklungsausgaben und 49,3 Prozent an innovativen Investitionen. Umso wichtiger sei daher, dass forschende Unternehmen in europäischen Forschungsinitiativen wie etwa "Horizon 2020" entlang der gesamten Wertschöpfungskette möglichst stark eingebunden seien.

Erfolgreiche IV-Initiative für stärkere Beteiligung an europäischen Forschungsprogrammen

"Mit Unterstützung der EU-Task Force hat sich die Industriellenvereinigung vom Kommissionsentwurf bis zum Beschluss im Parlament erfolgreich auch mit einer eigenen Position in die diesbezüglichen Verhandlungen eingebracht und aktiv an den deutlich attraktiveren Beteiligungsregeln für Unternehmen in 'Horizon 2020' mitgewirkt", so der IV-Präsident. "Das war entscheidend, denn im Gegensatz zum Vorgängerprogramm - wo die Beteiligung des privaten Sektors bei nur 24 und der Industrieanteil bei nur sieben Prozent liegt - wurde bei 'Horizon 2020' ein ganzheitlicher Ansatz entlang der Wertschöpfungskette gewählt. In drei Säulen werden Programme von der Grundlagenforschung bis zur Markteinführung angeboten." Denn wenn die Produktionsplattform am Standort der Forschung fehle, so wandere langfristig die Forschung ebenfalls ab. "Dass die vorhandenen europäischen Fördermittel im Forschungs- und Innovationsbereich seitens der Unternehmen verstärkt und effektiv genutzt werden können ist daher von zentraler Bedeutung, wenn Europa - und selbstverständlich auch Österreich - seine internationale Wettbewerbsfähigkeit als Standort langfristig erhalten will", sagte Kapsch.

Ihren Höhepunkt und Abschluss fand die Veranstaltung im Rahmen einer Podiumsdiskussion mit Sabine Herlitschka, MEP Paul Rübig (Ständiges Mitglied im EU-Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie), Henrietta Egerth (Geschäftsführerin der Forschungsförderungsgesellschaft), Edeltraud Stiftinger (Geschäftsführerin der Austria Wirtschaftsservice GmbH), Peter Neumann (CEO Engel) und Hans-Willem van Vliet (Geschäftsfeldleiter F&E Otto Bock) zum Thema "Die Internationalisierung von Forschung und Innovation als strategisches Element für Unternehmen im Wettbewerb um die besten Technologien".

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