OTS0005 5 II 0324 VFB0001 CI Mo, 14.Apr 2014
Familie / Kinder / Recht / Soziales

Leibovici-Mühlberger: Bei Scheidungen hat Kindeswohl oberste Priorität

Bilanz -ein Jahr verpflichtende Erziehungsberatung

Wien (OTS) - Am 1.02.2013 ist das neue KiNamRe (Kindschaftsnamensrecht) in Kraft getreten. Zeit, Bilanz über eine Neuerung zu ziehen, die das Kindeswohl durch mehrere Maßnahmen ins Zentrum der Verfahren stellt.

Im Rahmen des § 95 wurde im Falle einvernehmlicher Scheidung der Eltern der verpflichtende Nachweis der Einholung von Information zur Bedeutung von Scheidung für die betroffenen Kindern eingeführt. Von vielen Eltern wurde die Erbringung dieses Nachweises als zusätzliche Last empfunden, berichtet Prof. Dr. Martina Leibovici-Mühlberger, Geschäftsführerin der Arge Erziehungsberatung und Präsidentin von Family Business. Es sei aber gelungen, so Leibovici bei rund 500 Familien in der Scheidungssituation Bewusstsein zu wecken, was eine Trennung der Eltern für das Kind tatsächlich bedeutet. Die erfahrene Psychotherapeutin appellierte in diesem Zusammenhang auch an Paare, die in einer Lebensgemeinschaft leben und sich in Trennung empfinden, dieses Angebot anzunehmen, da es für Kinder immer traumatisch ist, wenn sich Eltern trennen.

Große Erfolge bei verpflichtender Erziehungsberatung

Große Erfolge konnten bei der verpflichtenden Erziehungsberatung im Falle von strittiger Obsorge (§ 107)verzeichnet werden. Diese Veränderungen dürfen gemeinsam mit dem Ausbau der Familiengerichtshilfe als Meilensteine für die Sicherstellung des Kindeswohls, über die Scheidung der Eltern hinweg, angesehen werden, betont Leibovici. Wenn die Umsetzung auch noch als sehr inhomogen bezeichnet werden Muss, konnten punktuell für das Kindeswohl große Fortschritte erzielt werden. Prof. Leibovici hat ein eigenes Verfahren entwickelt, dass dem Moderator aus dem Blickwinkel des Kindes agieren lässt. Somit wird der Erziehungsberater zum "dritten" Anwalt im Verfahren. Ziel ist es den Paarkonflikt von der elterlichen Verantwortung abzukoppeln und im Sinn des Kindes eine Lösung zu finden, hinter der beide Eltern bewusst stehen können.

Die ARGE Erziehungsberatung und Fortbildung GmbH ist einer der größten Träger, und arbeitet an derzeit 37 Standorten an der Umsetzung der im § 95 sowie §107 genannten Beauftragung zur Information von Eltern und gerichtlich aufgetragener Erziehungsberatung . www.fitforkids.at

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