OTS0196 5 II 0350 FPK0013 CI Do, 13.Feb 2014
FPÖ / Karlsböck / Gesundheit / Stöger

FPÖ-Karlsböck: Zahnspangen - Stöger produziert Super-Pfusch

Finanzierung steht in den Sternen - Bislang nur leere Versprechungen

Wien (OTS) - "Mit seiner 'Gratis-Zahnspange' hat Gesundheitsminister Stöger einen Super-Pfusch hingelegt", sagte der freiheitliche NAbg. Dr. Andreas Karlsböck, der als praktizierender Zahnarzt, im Unterschied zum SPÖ-Minister, weiß wovon er spricht. "Bislang haben wir vom Minister ausschließlich leere Versprechungen bekommen, denn die Finanzierung der Gratis-Spange steht in den Sternen", so Karlsböck.

Deutlicher Beweis dafür, dass es sich bei der Gratis-Zahnspange um nichts anderes als einen PR-Gag Stögers handle sei die Tatsache, dass die Finanzierung erst zwischen dem Hauptverband der Sozialversicherungsträger und der Zahnärztekammer ausverhandelt werden müsse, zeigte Karlsböck auf. Mit anderen Worten: Der Minister könne derzeit gar nicht beziffern wie hoch die Kosten für sein Versprechen sein werden, da es dafür keinerlei Grundlage gebe, so Karlsböck. Hier stünden sich eine marode Sozialversicherung mit leeren Kassen und eine Zahnärztekammer mit Verträgen aus dem Jahr 1957 als Verhandlungspartner gegenüber, sieht Karlsböck die Chancen auf eine Kostensenkung von zahnärztlichen Leistungen skeptisch.

Genau hier spieße sich auch die von Stöger angekündigte Modernisierung des Gesundheitssystems, da er als Minister gar nicht am Verhandlungstisch sitze und bestenfalls Wünsche äußern könne, zeigte Karlsböck die Wirkungslosigkeit des SPÖ-Gesundheitsministers auf. Es liege demnach an der starren Führung des Hauptverbandes die Uraltverträge der Zahnärzte an die Gegebenheiten des 21. Jahrhunderts anzupassen. Nicht nur die Zahnspangen seien ein ungelöstes Problem, sondern auch die Brücken und Kronen, die ebenfalls nicht von der Kasse beglichen würden, betonte Karlsböck, um nur einige Beispiele zu nennen. "Österreich befindet sich in der zahnmedizinischen Steinzeit", so Karlsböck.

Dazu müsse sich aber der Hauptverband bewegen und nicht stur alle Modernisierungsversuche Seitens der Zahnärztekammer abblocken, betonte Karlsböck. Einseitige Eingriffe des Gesundheitsministers enden wie im Fall der Gratis-Zahnspange im Desaster, sagte Karlsböck. "Viele Eltern gehen den leeren Versprechungen Stögers auf den Leim und warten auf die Gratis-Zahnspange für ihre Kinder", so Karlsböck, der davor warnte notwendige medizinische Eingriffe aufzuschieben, da so die Folgeschäden potenziert würden. "Die nicht vorhandene Gratiszahnspange bringt derzeit einzig eine Verschlechterung der ohnehin traurigen Zahngesundheitslage", so Karlsböck.

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