OTS0175 5 II 0214 NGB0002 Do, 13.Feb 2014
Innenpolitik / Arbeitsmarkt / Gewerkschaften / Jugend / Wien

ÖGJ-Dogan: Unternehmen zur Lehrlingsausbildung verpflichten

Öffentliche Auftragsvergabe nur an Betriebe mit Lehrlingen

Wien (OTS/ÖGB) - "Dass in Wien fast nur mehr neun Prozent der Privatbetriebe Lehrlinge ausbilden, zeigt deutlich: Freiwillig passiert nichts, die Unternehmen müssen endlich gesetzlich dazu verpflichtet werden, wieder mehr Lehrlinge von Anfang an selbst auszubilden", fordert Ali Dogan, Vorsitzender der Wiener Gewerkschaftsjugend. ++++

Um der Entwicklung entgegenzusteuern, fordert die ÖGJ Wien österreichweit einen Ausbildungsfonds in Höhe von einem Prozent der Bruttolohnsumme, in den alle Firmen, die ausbilden könnten, einzahlen, und aus dem die tatsächlich ausbildenden Betriebe gefördert werden. "Die Stadt Wien unternimmt viel, damit Jugendliche nicht auf der Straße stehen. Aber auch die Unternehmen müssen endlich wieder ihre gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen."

Außerdem sollten öffentliche Aufträge nur an Betriebe mit Lehrlingen vergeben werden. "Die Stadt Wien hat hier eine Vorreiterrolle. Das Modell muss vom Bund übernommen werden", so Dogan. Das billigste Angebot ist nicht immer das Beste. "Bei jeder Auftragsvergabe sollte nicht nur das Billigstbieter-Prinzip gelten, sondern auch die Jugendausbildung als Bewertungskriterium herangezogen werden." Auch müsse man darüber nachdenken, Unternehmensförderungen daran zu koppeln, ob die Firmen Lehrlinge ausbilden. "Nur mit mehr Druck werden wir erreichen, dass die Firmen wieder ihre gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen", so der Vorsitzende der ÖGJ Wien.

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