OTS0143 5 II 0339 GKR0001 CI Do, 06.Feb 2014
Gesellschaft / Grüne / Wien / Frauen / Soziales

Grüne Wien/Wurzer: Stopp der Genitalverstümmelung bei Mädchen und Frauen

Stadt Wien fördert FGM Beratungs- und Aufklärungsstellen

Wien (OTS) - Null Toleranz bei weiblicher Genitalverstümmelung (FGM) fordert Martina Wurzer, frauenpolitische Sprecherin der Grünen Wien anlässlich des Internationalen Tages gegen weibliche Genitalverstümmelung. "Weder Religion noch Tradition sind Gründe für Gewalt an Frauen und Mädchen. Alle diese Mythen rund um die Genitalverstümmelung zielen darauf ab, die geschlechtliche Identität und die Sexualität von Frauen zu kontrollieren. FGM ist eine Methode zur Ausübung von Gewalt, Macht und Kontrolle gegen Frauen.

Die Stadt Wien unterstützt drei Initiativen zum Stopp von FGM: FEM Süd - Frauengesundheitszentrum im Kaiser Franz Josef Spital Wien, Bright Future - Beratungsstelle für Frauengesundheit und FGM und den Verein Orient Express - Frauenberatungsstelle. Die geförderten Vereine helfen betroffenen Frauen und Mädchen und leisten wichtige Aufklärungs- und Sensibilisierungsarbeit in den Communities wie auch im medizinischen Bereich. Wurzer "Ich bin sehr froh über die kompetente Arbeit und Engagement dieser Einrichtungen." Wurzer macht auf das Leid aufmerksam, dass jährlich 2 Millionen Mädchen und Frauen erfahren: "Weibliche Genitalverstümmelung (FGM) ist eine schwere Körperverletzung. Sie bringt schwere Folgen für die körperliche und psychische Gesundheit von Frauen und Mädchen, mitunter hat sie den Tod zur Folge. Oft handelt es sich um Babies und Kinder im Alter von 4 bis 10 Jahren."

Von der Bundesregierung erwartet Wurzer verstärkten Einsatz zum Schutz der Töchter. "FGM beraubt Mädchen ihrer grundlegenden Rechte auf Gesundheit und körperliche Unversehrtheit. Sie müssen endlich wirksam geschützt werden." Angefangen vom der Erhöhung der Mittel für internationale Entwicklungshilfe, die an Maßnahmen gegen FGM gekoppelt werden könnte bis hin zu bundesweiten Aufklärungskampagnen gibt es Handlungsbedarf. Besonders wichtig ist die finanzielle und politische Unterstützung von Frauengruppen, die für die Abschaffung der Genitalverstümmelung kämpfen.

"Ziel muss sein, dass das Thema weibliche Genitalverstümmelung nicht tabuisiert oder marginalisiert wird, sondern klar Stellung gegen diese Form der Menschenrechtsverletzung bezogen wird. Und es muss klar sein, dass wenn von Genitalverstümmelung bedrohte Frauen nach Österreich flüchten, sie hier auch Asyl erhalten müssen", so Wurzer abschließend.

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