OTS0098 5 KI 0460 NRF0004 Mi, 11.Dez 2013
Fernsehen / ORF / Medien / Dok.film / CERN

"dok.film"-Premiere am 15. Dezember: Nikolaus Geyrhalters neue Doku "CERN" über den mächtigsten Forschungsapparat der Welt

Wien (OTS) - Woher kommt und wohin geht alles? Man muss kein Physiker sein, um sich dafür zu interessieren: die Frage nach dem Ursprung allen Lebens. Im mächtigsten Forschungszentrum der Welt, der Europäischen Organisation für Kernforschung CERN in der Schweiz, suchen mehr als 3.000 Wissenschafter neue Wege zum Verständnis des Universums. Im französisch-schweizerischen Grenzgebiet betreibt die Institution den größten Teilchenbeschleuniger der Welt: In dem "Large Hadron Collider", einem 27 Kilometer langen, ringförmigen Tunnel, in dem Protonen auf beinahe Lichtgeschwindigkeit beschleunigt und anschließend zur Kollision gebracht werden, versucht man, den Urknall so weit wie technisch möglich zu reinszenieren. In seiner neuen Dokumentation "CERN - Die größte Maschine der Welt auf der Suche nach den kleinsten Teilchen" hat sich der mehrfach preisgekrönte Filmemacher Nikolaus Geyrhalter mit dem Thema befasst, indem er die Menschen, die für CERN arbeiten, in den Mittelpunkt stellt.

Der rund 75-minütige, vom ORF koproduzierte Film, der am Sonntag, dem 15. Dezember 2013, im Rahmen von "dok.film" um 23.30 Uhr in ORF 2 erstmals zu sehen ist, beleuchtet eine komplexe und akribisch arbeitende Institution, die auch als Spiegelbild für unsere wissbegierige Gesellschaft gesehen werden kann, in der es keinen Platz mehr für Unerklärliches gibt. Durch episodenhafte Interviews und beeindruckende Bilder von Maschinen und Räumen, die bisher für die Öffentlichkeit verschlossen blieben, wird die Institution CERN in ihrer ganzen Dimension sichtbar.

"Fundamentale Fragen, die nicht unmittelbar Essen auf den Tisch bringen"

Das wie hermetisch von der Außenwelt abgeschlossene, vor fast 50 Jahren gegründete Forschungszentrum wird in der Dokumentation transparent, indem es Einblicke in das Arbeits-und Privatleben der Wissenschafter/innen vermittelt. Sie alle eint ein charakterliches Merkmal: die Neugier um die Antwort auf die Frage, was die Welt im Innersten zusammenhält. Gemeinsam mit der leitenden Forschungsbeauftragten Pauline Gagnon treten im Film zwölf weitere Mitglieder der CERN-Community vor den sprichwörtlichen Vorhang - eine transparente Kunststofffolie, die dem TV-Publikum Verortung möglich macht.

Der Franzose Christophe Grojean ist einer von ihnen und bringt die Faszination seines Jobs auf den Punkt. "Es fühlt sich wirklich gut an, wenn man am Abend nach Hause kommt und man weiß mehr als noch am Morgen. Das Gefühl über etwas nachgedacht zu haben, was zuvor noch keiner überlegt hat, das ist das wirklich Aufregende an der Forschung. Für einen kurzen Moment bist du der einzige Mensch, der eine bestimmte Problemstellung verstanden hat." Und. "Wir wollen erforschen, woraus Materie, woraus die Erde, ja das Universum besteht. Woher kommt alles und wohin geht es? Das sind fundamentale Fragen, die nicht unmittelbar Essen auf den Tisch bringen. Wir gehen hinaus und schauen, was wir finden. Es ist ein bisschen wie beim Pilzesammeln, die Ausbeute ist sehr unterschiedlich."

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