OTS0172 5 AI 0245 DKA0001 II Mo, 25.Nov 2013
Int. Beziehungen / Atomkraft / Iran / Genfer Abkommen

CdFI: Westen liefert sich blauäugig iranischen Atom-Programm aus

Lösung im Fall Iran kann nur sein, dass Urananreicherung beendet wird

Wien (OTS/CdFI) - Als einen "historischen Fehler" bezeichnet der Vorstand des Clubs der Freunde Israels, Daniel Kapp, das gestrige Genfer Abkommen mit Iran. "Durch diese Übereinkunft ist es Iran erstmals formell erlaubt, Uran anzureichern. Im Gegenzug werden alle bisherigen Einschränkungen, die das iranische Atomprogramm durch die Wirtschaftssanktionen erlitten hat, innerhalb weniger Wochen abgebaut. Der Westen liefert sich damit blauäugig dem Iranischen Atom-Programm aus ", kritisiert Kapp.

Der Club der Freunde Israels stellt sich gegen diese "halbe Lösung" und sieht Parallelen zu Syrien. "So wie das syrische Regime seine Chemiewaffen vernichten musste, kann eine Lösung im Fall Iran nur die Beendigung des iranischen Urananreicherungsprogramms sein. Der demokratische Westen darf dem Iran nicht erlauben, weiter den Weg zur Atombombe zu beschreiten", sagt Kapp.

In diesem Sinne gelte es weiterhin eine diplomatische Lösung des Konflikts mit Iran zu erreichen, damit es zu einem Abbau der Zentrifugen kommt, das angereicherte Uran beseitigt und die Arbeiten am Reaktor in Arak zur Herstellung von schwerem Wasser eingestellt werden. "Ein Land, das regelmäßig gegen UNO-Resolutionen verstößt und im inneren schwerste Menschenrechtsverletzungen zu verantworten hat, wird vom Westen mit einem Abkommen belohnt, das Iran erlauben wird, zu einer Atommacht zu werden. Wir können aber keine Atommacht akzeptieren, die immer wieder zur Vernichtung Israels aufruft. Dieses Abkommen können wir daher nur Vollinhaltlich ablehnen", betont Kapp abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Daniel Kapp 0664 102 85 83

***OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT***

OTS0172 2013-11-25/14:12