OTS0091 5 II 0283 KAT0001 Do, 16.Mai 2013
KATHPRESS / Kirchen / Europa / Kapellari / Menasse / Hahn

Kapellari: Europa braucht "Lebensmittel Hoffnung"

Grazer Bischof Kapellari eröffnet fünften Pfingst-Dialog "Geist & Gegenwart" auf Schloss Seggau über "Vereinigte Staaten von Europa" - Redner Hahn und Menasse bewerten Projekt der europäischen Integration unterschiedlich

Graz, 16.05.13 (KAP) Hoffnung ist ein "Lebensmittel", das der Einzelne und die Gesellschaft in Europa bräuchten, um vital zu bleiben und Krisen zu bestehen. Das unterstrich der Grazer Bischof Egon Kapellari am Mittwochabend im Blick auf die Leitfrage des diesjährigen Pfingstdialogs "Geist & Gegenwart" im kirchlichen Bildungszentrum Schloss Seggau: "Wollen und sollen wir in Zukunft in den Vereinigten Staaten von Europa leben?"

Zur Eröffnung der hochkarätig besetzten Tagung wies Kapellari auf das Spannungsfeld zwischen Autonomien und Gemeinschaft im "Projekt Europa" hin, das aktuell von Wirtschaftskrisen und wachsender EU-Skepsis begleitet werde. Vor diesem Hintergrund sei eine Hoffnung vonnöten, die aus humanistischen und "unaufgebbar" auch von christlichen Werten lebt, die zum Fundament der Einigung Europas gehören, so der Bischof.

Einführende Worte in das bis Freitag ausgeleuchtete Tagungsthema sprachen der österreichische EU-Kommissar für Regionalpolitik, Johannes Hahn, und der Schriftsteller und Essayist Robert Menasse (anstelle des erkrankten ehemaligen EU-Landwirtschaftskommissars Franz Fischler). Hahn plädierte ungeachtet des zuletzt oft notwendigen Einsatzes einer Krisen-"Feuerwehr" für ein selbstbewusstes Auftreten Europas in der Weltgemeinschaft.

Robert Menasse, Autor des zuletzt vielgelesenen Buches "Der europäische Landbote" über die Krise Europas, kritisierte eine Vergesslichkeit der heutigen Politikergeneration in Bezug auf die Gründungsidee der EU.

Auf der Referentenliste des Pfingst-Dialogs findet sich auch der Schweizer Kurienkardinal Kurt Koch, der am Freitag über die geistigen Grundlagen Europas spricht. Weitere Impulsgeber sind u.a. Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle und Caritas-Präsident Franz Küberl.

(Informationen: www.geistundgegenwart.at)

Mehr auf www.kathpress.at (ende) rme/gpu/

nnnn

***OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT***

OTS0091 2013-05-16/10:36