OTS0070 5 II 0621 PWK0004 WI Fr, 10.Mai 2013
Bildung / WKÖ / Unternehmen Österreich 2025 / Schulbildung

WKÖ: Die Schule der Zukunft ist autonom, elitär und selbstbewusst

NLP-Mastertrainer, Schüler, Eltern und Lehrer diskutierten mit der Initiative "Unternehmen Österreich 2025" die Ergebnisse der Expertengruppe "Bildung und Lernen"

Wien (OTS/PWK297) - Im Rahmen der "6. Dialogveranstaltung zum Thema "Bildung und Lernen" der "Initiative Unternehmen Österreich 2025" gemeinsam mit der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) zitierte der Keynote-Speaker, NLP-Mastertrainer Roman Braun, eingangs den legendären Karl Valentin: "Die ganze Erziehung bringt nichts, die Kinder machen uns ja doch alles nach!" Damit brachte Braun klar auf den Punkt, dass das Curriculum, also das WAS wir in der Schule lernen, immer zweitrangig sei. Weitaus nachhaltiger wirke, WIE wir lernen und wie das schulische Umfeld gestaltet ist. Welches "Metacurriculum", welchen Geist, soll die Schule der Zukunft ihren Besuchern aber bieten? "Woher kommt die Motivation von Kindern?" fragte Roman Braun und lieferte gleich die Antwort: "Motivation entsteht in Kommunikation, beim Arbeiten im Team. Gerade Kinder arbeiten nie für sich selbst. Ihr Rolle und Aufgabe bemessen sie zuallererst an ihren Eltern, dann an Lehrern, an ihrer Peer-Group, später einmal am Kollegenkreis und an der Familie."

Die Rolle der Schule im Bildungsprozess

Generationen von Volksschülern lernen brav die Geschichte von der Einführung der Schulpflicht unter Maria Theresia. Und noch immer durchweht der Geist der Theresianischen Schulordnung von 1774 auch die Bildungspolitik der Gegenwart. Doch die Schulen des 21. Jahrhunderts sind keine Kadettenanstalten. Massive Umwälzungen in Wirtschaft und Gesellschaft haben die Anforderungen an die Schule in den letzten Jahrzehnten aber stark verändert. Die Schule der Zukunft hat klare Bildungsziele vor Augen, die es zu erreichen gilt. Der Weg dorthin jedoch ist frei. Die Schulleiter sind als qualifizierte Bildungsmanager verantwortlich für das Profil ihrer Schule, das sie gemeinsam mit Schülern und Eltern immer wieder neu erarbeiten. Die Schulprofile der einzelnen Standorte sollen sich bewusst voneinander unterscheiden und je nach Talenten und Interessen von den Schülern frei gewählt werden können.

Nur die Besten werden Lehrer

Aufhorchen ließ Braun mit einer weiteren Forderung: "Die "geistige Elite" muss im Bereich der Volksschule versammelt werden. Kein anderer Lehrer ist mehr dafür verantwortlich, ob Kinder erfolgreich "Lernen lernen", ob ihnen das Lernen für ihr weiteres Leben zur Qual oder zum Genuss wird. Keine Frage, wer dann die beste Ausbildung und Bezahlung verdient: Die Pädagoginnen und Pädagogen in der Volksschule." Die alles entscheidende Frage sei, ob es gelinge, in der Schule ein "Wir-Gefühl" zu entfachen. Wenn Schüler, Lehrer und Eltern überzeugt sind: Das, was wir hier machen, ist das Größte -dann gelingt Schule, ist Braun überzeugt. Die Marschroute für die nächste Regierung gab der Leiter der bildungspolitischen Abteilung der Wirtschaftskammer Österreich, Michael Landertshammer, bereits eingangs vor: "Die Vorschläge zahlreicher Stakeholder aus dem Bildungsbereich liegen auf dem Tisch und die Expertinnen und Experten sind sich weitgehend einig. Jetzt gilt es, diese Vorschläge endlich umzusetzen!"

"Unternehmen Österreich 2025" ist eine unabhängige Zukunftsinitiative, die zwischen Mai und Oktober 2012 Visionen und Strategien für eine nachhaltige Stärkung des Wirtschaftsstandortes Österreich ausgearbeitet hat. In der Initiative haben sich einige der besten Köpfe Österreichs - Unternehmer und Experten aus verschiedenen Disziplinen - zusammengefunden, um als Impulsgeber für die Politik zu fungieren. Um Wohlstand, Wettbewerbsfähigkeit und damit auch die Lebensqualität zu sichern, ist jetzt Handeln angesagt. Die Expertengruppe "Bildung und Lernen" versteht Bildung als umfassende Entfaltung der individuellen Stärken und Fähigkeiten jedes Einzelnen. Die Aufgabe des Staates beschränkt sich dabei auf die Bereitstellung geeigneter Infrastruktur sowie Vorgabe und qualitativen Sicherung von Bildungszielen. Die Organisation hingegen wird von allen Beteiligten (Schüler, Lehrer, Eltern) gemeinsam und autonom verantwortet. Diese Ergebnisse der Expertengruppe wurden gestern im Rahmen der sechsten Dialogveranstaltung vorgestellt und diskutiert. (BS)

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