OTS0071 5 II 0201 FMB0001 CI Mo, 04.Feb 2013
Innenpolitik / Grüne / Korun / Staatsbürgerschaft

Korun: Einkommenshürde und überlange Wartezeit sind bei Staatsbürgerschaft echte Baustellen

Grüne für neue Willkommenskultur bei Staatsbürgerschaft

Wien (OTS) - "Die derzeit bekannten Eckpunkte für ein kleines Reförmchen gehen an den echten Baustellen bei der Staatsbürgerschaft vorbei. 70 Prozent der österreichischen ArbeitnehmerInnen erreichen nicht das Einkommensniveau, das derzeit von EinbürgerungswerberInnen verlangt wird. Damit schließt das jetzige Staatsbürgerschaftsrecht schon seit langem hier lebende Menschen zu großen Teilen von vornherein von der Staatsbürgerschaft aus", gibt Alev Korun, Menschenrechtssprecherin der Grünen, zu bedenken.

"Zusätzlich machen wir mit unserem antiquierten Gesetz jedes Jahr 10.000 im Inland geborene und hier aufwachsende Kinder zu AusländerInnen nur weil ihre Eltern (noch) keinen österreichischen Pass besitzen", kritisiert Korun.

"Während Prominente wie Anna Netrebko auch nach der Einbürgerung ihre frühere Staatsbürgerschaft behalten dürfen, werden zum Beispiel tausende ÖsterreicherInnen, die sich in Deutschland niedergelassen haben, von diesem Recht auf Doppelstaatsbürgerschaft ausgeschlossen. Sie werden ausgebürgert, wenn sie die deutsche Staatsbürgerschaft annehmen. Und als eines der wenigen Länder dürfen in Österreich Einbürgerungswillige in der Regel erst nach zehn Jahren einen Antrag auf Staatsbürgerschaft stellen.

"Es braucht daher jetzt eine echte Staatsbürgerschaftsreform, die seit Jahren in Österreich lebende Menschen zur Einbürgerung einlädt", meint Korun.

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