OTS0188 5 II 0366 NSN0003 Mo, 26.Nov 2012
Politik / Frauen / Gewalt / Niederösterreich / SJ NÖ

SJNÖ fordert kostenlose Frauen-Selbstverteidigungskurse an Schulen

Dutzi und Ginner fordern zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen Maßnahmen statt Lippenbekenntnisse ein

St. Pölten (OTS) - Ausgerechnet am Vortag des gestrigen "Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen" ereigneten sich im Raum Niederösterreich/Wien zwei Morde und zwei Mordversuche an Frauen. "Dies zeigt leider auf tragische Art und Weise die Notwendigkeit auf, sich auch heute entschlossen gegen jede Form von Gewalt an Frauen aufzulehnen und diese anzuprangern", hält Naomi Dutzi, Frauensprecherin und Landtagswahlkandidatin der Sozialistischen Jugend (SJ) Niederösterreich, fest. "Wir fordern daher kostenlose Selbstverteidigungskurse für Frauen und Mädchen an den Schulen und Berufsschulen! In diesen Kursen sollen Mädchen lernen, sich vor Übergriffen jeder Art zu schützen und sich im Ernstfall auch körperlich zur Wehr setzen zu können!", formuliert Dutzi. Die SJ NÖ habe in den vergangenen Jahren zahlreiche Selbstverteidigungskurse angeboten und damit überaus positive Erfahrungen gemacht. Boris Ginner, Landesvorsitzender der SJ NÖ, fordert zudem: "Es braucht mehr finanzielle Mittel zum Erhalt und Ausbau von Präventions- und Betreuungsstellen. Frauenhäuser und andere Gewaltschutzeinrichtungen dürfen nicht kaputtgespart werden, sondern müssen flächendeckend in NÖ ausfinanziert werden!"

Dass Gewalt gegen Frauen kein gesellschaftliches Randproblem ist, verdeutliche die Statistik: Alleine in Österreich werden zwei von drei ermordeten Frauen von ihrem eigenen Partner umgebracht. Durchschnittlich gesehen gibt es in Österreich alle zwei Wochen einen Mord an einer Frau. Laut Schätzungen ist ein Fünftel aller Frauen in Österreich von männlicher Gewalt im sozialen Umfeld betroffen. "Gewalt gegen Frauen kommt in allen sozialen Schichten und in jeder Altersgruppe vor, hat System und ist die direkteste Form der Unterdrückung von Frauen", betonen Dutzi und Ginner. Sexuelle und körperliche Gewalt seien nur die Spitze des Eisbergs von Gewalt gegen Frauen und Mädchen, so Dutzi weiter. Hinzu kämen jene Formen der Gewalt, die man nicht immer sofort als solche erkennen könne. Wie zum Beispiel Formen von psychischer Gewalt oder die ökonomische Abhängigkeit von Frauen. Um auf ihre Forderungen und die alltägliche Gewalt gegen Frauen aufmerksam zu machen, veranstaltet die SJNÖ in den nächsten Wochen Aktionstage in St. Pölten und Horn. Im Vordergrund stehen die vielfältigen Ausformungen und die Enttabuisierung von Gewalt vor allem gegen junge Frauen.

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