OTS0163 5 II 0194 SPK0001 AI Do, 25.Okt 2012
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Regner zu Mersch-Ablehnung: EU-Rat muss sich bei Auswahl mehr anstrengen

SPÖ-Europaabgeordnete: Frauengerechtigkeit ist "kein Nebenthema"

Wien (OTS/SK) - Die SPÖ-Europaabgeordnete Evelyn Regner sagt zur eben erfolgten Ablehnung der Berufung von Yves Mersch ins Direktorium der Europäischen Zentralbank im Straßburger EU-Parlament: "Unser Nein gilt als Warnung an all jene, die glauben, dass wesentliche Finanzgremien weiter als reine Männervereine aufrechtzuerhalten sind. Ich erwarte mir diesbezüglich von EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy statt allgemeiner Floskeln einen konkreten Zeitplan, was jetzt unternommen wird, um die Frauenquote in der EZB von derzeit null Prozent zu steigern." ****

Gleichzeitig macht Regner klar, dass die Entscheidung gegen Mersch auch aus wirtschaftspolitischer Überzeugung erfolgt ist: "Mersch konnte als Kandidat für das Direktorium der Europäischen Zentralbank Montagabend im Ausschuss des EU-Parlaments nicht überzeugen. Sinnvoll wäre nun eine weitere Runde mit mehreren Kandidatinnen und Kandidaten." Sie weist darauf hin, dass die heutige Entscheidung des Europäischen Parlaments keine rechtlich bindende Wirkung auf den EU-Rat hat und dieser an Yves Mersch festhalten könnte. Regner:
"Besser wäre allerdings eine einvernehmliche Lösung, dessen sollte sich auch Van Rompuy bewusst sein." (Schluss) bj

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Mag. Markus Wolschlager, SPÖ-Delegation im Europäischen Parlament, Tel.: +32 (484) 127 331, E-Mail: markus.wolschlager@europarl.europa.eu

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