OTS0101 5 II 0302 FPK0003 Do, 25.Okt 2012
FPÖ / Gartelgruber / Frauen / Quotenregelung / EU / Reding

FPÖ-Frauensprecherin Gartelgruber begrüßt vorläufiges Scheitern der Quotenregelung in der EU Kommission

Quotenregelungen sind weiterhin abzulehnen

Wien (OTS) - "Es ist erfreulich, dass EU Kommissarin Reding vorerst mit ihrem Vorstoß zur Quotenregelung in der EU Kommission gescheitert ist. Quotenregelungen drängen Frauen immer wieder in eine Opferrolle und tragen damit zur Vermittlung eines völlig falschen Frauenbildes bei", kommentiert die freiheitliche Frauensprecherin NAbg. Carmen Gartelgruber Berichte der deutschen Tageszeitung "Die Welt" vom 23. Und 24. Oktober, wonach der Vorschlag der EU Justizkommissarin Viviane Reding, verpflichtende Frauenquoten für die Aufsichtsräte von börsennotierten Unternehmen in der Europäischen Union einzuführen, vorerst abgelehnt wurde.

"Prinzipiell lehne ich Quoten als massive staatliche Eingriffe in das freie Wirtschaftsleben ab. Außerdem vermitteln Quoten das Bild von Frauen als Opfern, die nicht in der Lage sind ein selbstbestimmtes Leben zu führen und auf Interventionen des Staates angewiesen sind. Offensichtlich ist den Befürwortern der Quote gar nicht bewusst, dass sie damit völlig überkommene Rollenbilder fortführen, in denen Frauen kein Leistungswille und kein Durchsetzungsvermögen zugetraut wird", so Gartelgruber. Die Ablehnung von Redings Vorschlag durch alle anderen Frauen in der Kommission zeige deutlich, dass gerade erfolgreiche Frauen mit Quotenregelungen nichts anfangen könnten.

Überhaupt sei es mehr und mehr unerträglich, wenn selbsternannte Frauenvertreterinnen und rückwärtsgewandte Feministinnen Frauen immer wieder vorschreiben wollten, wie sie ihr Leben zu gestalten hätten. "Statt Frauen in einen vorgefertigten Lebensentwurf zu drängen, müssen wir ihre Entscheidungen respektieren. Ob und in welchem Ausmaß eine Frau am Arbeitsleben teilnimmt, ist ihre freie Entscheidung und soll es auch bleiben", erklärt Gartelgruber. Abgesehen davon sei festzustellen, dass Quotenregelungen in Aufsichtsräten für eine verschwindende Minderheit von Frauen bedeutsam seien. "Manche Frauenpolitikerinnen sollten sich mit den echten Problemen von Frauen befassen, statt ihre ganze Energie in abgehobene Diskussionen abseits jeglicher Lebensrealitäten zu vergeuden", schließt Gartelgruber.

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