OTS0150 5 KI 0718 NRF0006 Mo, 24.Sep 2012
Festspiele / ORF III Kultur und Information / Medien / Programm

ORF III talkt mit Alfred Komarek, Karl Markovics, Gerald Votava und Julya Rabinowich

Am 25. September im Kultur- und Informations-Spartenkanal des ORF

Wien (OTS) - Zum ORF-III-Künstlergespräch begrüßt "Kultur Heute"-Moderatorin Ani Gülgün-Mayr am Dienstag, dem 25. September 2012, den österreichischen Schriftsteller Alfred Komarek: Themen sind dabei der Semmering, sein Jus-Studium und sein Romanheld Simon Polt. Bei "erLesen" geht es um klingelnde Kinokassen, politisches Kabarett und Emigration: Heinz Sichrovsky freut sich auf Oscar-Preisträger Karl Markovics, Kabarettist Gerald Votava und Autorin Julya Rabinowich.
"Fernsehen wie damals" zeigt, wie Journalistinnen im Jahr 1977 in ihrem von Männern dominierten Beruf zurecht kamen, warum Showstar Margot Werner Angst vor dem Älterwerden hatte und hinterfragt, ob sich die Klischees über männliches und weibliches Fahrverhalten in den vergangenen 50 Jahren geändert haben.

ORF-III-Künstlergespräche: "Alfred Komarek im Gespräch mit Ani Gülgün-Mayr" (19.45 Uhr)

Er ist introvertiert, melancholisch und grüblerisch, verfügt über einen starken Sinn für Gerechtigkeit, wendet ungern Gewalt an und ist tief im niederösterreichischen Weinviertel verwurzelt. Die Rede ist von Alfred Komareks Romanfigur Simon Polt. Ob er den Landgendarm noch einmal zum Leben erwecken wird und warum sich Kinderbücher mit der Semmeringregion eigentlich ganz gut vertragen, verrät der bald 67-jährige Schriftsteller im ORF-III-Künstlergespräch. Der gebürtige Bad Ausseer erzählt, warum er Jus studierte und erst im Zuge dessen zu schreiben begonnen hat.

erLesen: "Karl Markovics, Gerald Votava und Julya Rabinowich" (20.15 Uhr)

Dass Karl Markovics demnächst als Mathematiklehrer in der Literaturverfilmung "Die Vermessung der Welt" auf der Leinwand zu sehen ist, verrät relativ wenig über seine Person. Der Schauspieler, Drehbuchautor und Regisseur fand Mathematik in der Schule nämlich "ganz, ganz schlimm". Mit Heinz Sichrovsky spricht er über die Idee der Gesamtschule, "Humor als Erbangelegenheit", klingelnde Kinokassen und das leidige Nischendasein des österreichischen Films. Über das heimische Filmförderungssystem verliert der Präsident der Österreichischen Filmakademie hingegen nur Gutes: "Viele Filmschaffende sind genial, weil man sie genial sein lässt."
Genial komisch ist vor allem Gerald Votava, wenn er mit Heinz Sichrovsky über das Ende des politischen Kabaretts spricht: Die Dummheit der aktuellen Politiker sei heute nur noch schwer satirisch zu toppen. Für eine Kurzlesung hat der Autor und Kabarettist ein Buch mitgebracht, das ihm sehr am Herzen liegt: "Der Fieberkopf" von Wolfgang Bauer, den er als großen Dramatiker und Humoristen schätzt und besser kennt als seinen Vater, den Langzeit-Moderator von "Autofahrer unterwegs".
Dass es Autoren mit nicht-deutscher Muttersprache immer wieder zu sprachlicher Perfektion bringen, beweist neben der aktuellen Bachmann-Preisträgerin, Olga Martynova, auch Julya Rabinowich. Die in St. Petersburg geborene Schriftstellerin lernte die deutsche Sprache erst nach ihrer Emigration von Russland nach Wien. Für die 42-Jährige habe sich Migration vereinfacht, da eine Rückkehr in die Heimat zumindest theoretisch möglich ist: "Heute ist es leichter geworden zu gehen, aber schwieriger, zu bleiben." Im "erLesen"-Studio sind alle bis zum Schluss geblieben.

Kulturmontag (21.10 Uhr)

Er zählt zu den lebenden Legenden der komischen Bildkunst im deutschen Sprachraum. Wer seinen "Lochgott" nicht kennt, ist selbst schuld: Cartoonist Rudi Klein ist ein Meister des gepflegten Wiener Raunzens. Dem "Kulturmontag" öffnet er sein privates Universum. Jörg Burger begleitet den teilweise menschenscheuen Satiriker dorthin, wo er Inspiration für seine "Bibliothek der reich bebilderten Verzweiflung" findet, wie er seine Zeichnungen selbst gerne nennt.

Fernsehen wie damals: "16mm - Schätze aus dem Fernseharchiv" (22.45 Uhr)

Im Spätabend wird der Zeitgeist des Jahres 1977 erkundet. Wie im Supermarkt zu mehr Zivilcourage animiert werden sollte und welche Probleme Helga Rabl-Stadler, Elfriede Hammerl und Edith Klinger im männerdominierten Journalismus hatten, offenbart ORF III Kultur und Information mit erlesenen Ausschnitten aus dem Fernseharchiv. Eine Zeitreise erleben die Zuseher ferner mit Walter Pissecker: Er setzt dem Perchtoldsdorfer Straßenbahner und ehemaligen Widerstandskämpfer, Max Schrems, ein filmisches Denkmal. Im Interview mit Showstar Margot Werner stehen ihre Karriere sowie ihre Angst vorm Älterwerden im Mittelpunkt.

Fernsehen wie damals: "Panorama - Klassiker der Reportage" (23.35 Uhr)

Wenn Autos fahrbare kleine Königreiche sind, wie Psychologen behaupten, ist es kein Wunder, dass deren Herrscher, die Autofahrer, alles zur Erhaltung derselben tun. Diesbezüglich scheint sich im Vergleich zu damals kaum etwas verändert zu haben. ORF III Kultur und Information zeigt "Klassiker der Reportage" und hinterfragt, welche Schmähs Gebrauchtwagenhändler im Jahr 1970 parat hatten und in welche Richtung sich die Klischees über männliches und weibliches Fahrverhalten bewegt haben. Hinsichtlich der sommerlichen Baustellenflut scheint alles beim Alten geblieben zu sein.

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