OTS0149 5 II 0360 VPK0001 Mo, 24.Sep 2012
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Nikolaus Prinz: AK-Polemik hat nichts mit Steuergerechtigkeit zu tun

Obmann der Nebenerwerbsbauern gegen Angriffe auf Bauerneinkommen mit AK-Beiträgen

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Nebenerwerbsbauern zahlen AK-Beiträge wie alle anderen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auch. "Es ist daher nicht länger einzusehen, dass die Arbeiterkammer ständig mit diesen Geldern die eigene Klientel in der Öffentlichkeit schlecht macht", kritisiert der Oberösterreichische Obmann der Nebenerwerbsbauern ÖVP-Abg. Nikolaus Prinz die erneute Kritik von AK Direktor Werner Muhm. "Mit unseriösen Rechenbeispielen, die der Realität der bäuerlichen Landwirtschaft in keiner Weise gerecht werden, geht die Arbeiterkammer auf ihre eigenen Mitglieder los, während Bauernbund und Landwirtschaftskammer engagiert für eine Modernisierung der Steuergrundlage für bäuerliche Betriebe kämpfen", ist es für Nikolaus Prinz offensichtlich, dass diese AK-Polemik nichts mit dem Ziel "Steuergerechtigkeit" zu tun hat.

Die Spitzenfunktionäre der Arbeiterkammer seien herzlich eingeladen, die bäuerliche Arbeit vor Ort kennen zu lernen. "Ich lade Herrn Muhm gerne ein, einige Tage am Bauernhof zu arbeiten. Dann wird man sehen, ob er seinen Job mit dem eines Nebenerwerbsbauern tauschen möchte. Wenn nicht, dann sollte er die polemische Kritik an der bäuerlichen Arbeit schleunigst beenden", so Prinz.

"AK-Zwangsmitglieder, die zudem einen bäuerlichen Betrieb führen, sind anderen Arbeits- und Produktionsbedingungen ausgesetzt als herkömmliche Arbeitnehmer. Das sollte auch einem AK Direktor bewusst sein, wenn er die Einkommenssituationen vergleicht", betont Prinz. Neben klimabedingten Schwankungen bei den Ernteergebnissen und Marktbedingungen kommen auch massive Kostensteigerungen bei Dünge-und Futtermitteln sowie Energie dazu. Eine seriöse Recherche hätte gezeigt, dass es trotz guter Ertragsbasis in den Jahren 2010 und 2011 noch immer nicht gelungen ist, das Einkommensniveau im Vergleichszeitraum 2006 bis 2008 zu erreichen. "Wenn man, wie die AK das macht, von einem niedrigen Niveau eine kleine Steigerung schon als massiven Einkommenszuwachs darzustellen versucht, ist das unsachlich und verantwortungslos", weist Prinz auch auf die extremen Wetterereignisse im heurigen Jahr hin, die die Landwirtschaft massiv treffen werden.

"Die Nebenerwerbsbauern fühlen sich zu Recht durch diese ständigen Angriffe der Arbeiterkammer in ihrer Mitgliedschaft brüskiert", setzt Nikolaus Prinz auf eine baldige Einigung mit der SPÖ zu einer Reform des Einheitswertsystems. "Die Papiere dazu liegen auf dem Tisch, ein Erfolg ist bei gutem Willen daher rasch möglich", schloss Prinz. (Schluss)

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