OTS0131 5 WI 0220 NGB0003 II Mo, 13.Aug 2012
Industrie / Gewerkschaften / Kollektivverträge

Herbstlohnrunde: Keine Absprachen zur Aufteilung der Verhandlungen in der Vergangenheit

Nürnberger weist Leitls Aussage zurück

Wien (OTS/ÖGB) - Die Produktionsgewerkschaft PRO-GE weist die Aussagen von Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl in der gestrigen Ausgabe der Tiroler Tageszeitung, wonach es schon in der Vergangenheit Absprachen zur Aufteilung der Lohnverhandlungen gegeben hätte, zurück. "Im Gegenteil: Wir waren immer bestrebt, die Kollektivvertragsgemeinschaft zu erhalten", sagt Rudolf Nürnberger, ehemaliger Vorsitzender der Metaller und langjähriger Chefverhandler in der Metall-Lohnrunde. "Bestrebungen der Arbeitgeber, die Verhandlungsgemeinschaft zu zersplittern, hat es immer wieder gegeben. Wir haben in den Verhandlungen stets auf die unterschiedliche Situation der Fachverbände Rücksicht genommen, das tun die Verhandler selbstverständlich auch heute noch." Nürnberger weist vor allem Leitls Aussage, wonach es eine Absprache zwischen ihm, Nürnberger, und dem Arbeitgeberverhandler Hermann Haslauer gegeben hätte, zurück: "So eine Absprache hat es nie gegeben."

Die Gewerkschaften PRO-GE und GPA-djp hatten den Arbeitgebern vergangene Woche angeboten, die einleitenden Wirtschaftsgesprächen mit den Fachverbänden einzeln zu führen unter der Vorgabe, weiterhin einen gemeinsamen Kollektivvertrag abzuschließen. PRO-GE-Ehrenvorsitzender Nürnberger stellt sich hinter die Gewerkschaften: "Ich unterstütze die Vorgangsweise der PRO-GE und der GPA-djp voll. Die Verhandlungsgemeinschaft ist auch im Sinne der Arbeitgeber, denn sie schafft faire und vor allem einheitliche Spielregeln für die gesamte Branche." (NK)

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