OTS0170 5 CI 0324 EVT0005 Mi, 30.Mai 2012
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Wenn jeder Handgriff zum Problem wird

Wien (OTS) - Dupuytren'sche Kontrakturen verursachen den
sogenannten "krummen Finger". Die Hand, unser wichtigstes Greifwerkzeug, ist eingeschränkt. Seit einem Jahr ist in Österreich nun ein neues Verfahren, die minimalinvasive Injektionstherapie zugelassen. Die Experten sehen eine revolutionäre Veränderung in der Therapie.

Die Dupuytren'sche Kontraktur, eine meist schmerzfreie Bindegewebsveränderung an der Handinnenfläche und den Fingern, kann unbehandelt bis zum Verlust der Beweglichkeit der Finger führen. Die Betroffenen können alltägliche Handgriffe nicht mehr ausführen und sind auf fremde Hilfe angewiesen. Bisher waren chirurgische Eingriffe die effizienteste Behandlungsmethode. Seit einem Jahr setzt man an der Universitätsklinik Innsbruck erfolgreich eine minimalinvasive Therapie ein, bei der ein Enzym, das die störenden Kollagenfasern auflöst, injiziert wird. Dieses löst die Stränge teilweise auf, wodurch diese nach 24-Stunden manuell aufgebrochen werden können. An der Universitätsklinik in Innsbruck kommt die minimalinvasive Injektionstherapie nun seit einem Jahr zum Einsatz und wird genau beobachtet. Priv. Doz. Dr. med. Rohit Arora, Facharzt für Unfallchirurgie, Univ.-Klinik für Unfallchirurgie und Sporttraumatologie dazu: "Für uns Handchirurgen stellt die neue Injektionstherapie eine optimale Ergänzung der vorhandenen Therapien dar. Sie verbindet ein verblüffend gutes Behandlungsergebnis mit einer geringen Komplikationsrate." Auch Univ.-Doz. Dr. Markus Gabl, Facharzt für Unfallchirurgie, Univ.-Klinik für Unfallchirurgie, Innsbruck und Vizepräsident der Österreichischen Gesellschaft für Handchirurgie, berichtet über positive Erfahrungen. Er merkt an: "Die Injektionstherapie ist eine fortschrittliche Alternative zum chirurgischen Eingriff. Sie ist in vielen Fällen wesentlich schonender und angenehmer für den Patienten. Weil aber nicht alle Patienten für die Behandlung mit der Kollagenase in Frage kommen, wird die chirurgische Entfernung des Stranges weiterhin ein Mittel der Wahl bleiben." Obwohl beide Experten von der guten Wirksamkeit und der Verträglichkeit der Injektionstherapie überzeugt sind, betonen sie die Notwendigkeit der präzisen Schulung der anwendenden Ärzte. So sollte die Enzymbehandlung nur von Ärzten benützt werden, die Erfahrung in der Diagnose und chirurgischen Behandlung, v.a. der Anatomie von Morbus Dupuytren haben.

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