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Fernsehen / ORF III Kultur und Information / Medien / Programm

ORF III zu Pfingsten mit Zeitgeschichte, "Così fan tutte", Angelika Kirchschlager und David Lynchs Guru

Am 26., 27. und 28. Mai im Kultur- und Informations-Spartenkanal des ORF

Wien (OTS) - ORF III Kultur und Information zeigt am Samstag, dem 26. Mai 2012, in "Land der Berge" ein Porträt des Alpinisten Herbert Tichy und danach zwei Teile der Reihe "Alltag unterm Hakenkreuz". Sonntag, der 27. Mai, gehört wie immer dem "Erlebnis Bühne", das die Oper "Così fan tutte", ein Porträt von Michael Schade und ein spannendes Opernprojekt mit Angelika Kirchschlager bietet. Am Montag, dem 28. Mai, zeigt die Doku "David Wants to Fly" David Lynch von einer ungewöhnlichen Seite.

Samstag, 26. Mai 2012

Unser Österreich: "Land der Berge - Wanderer zwischen den Welten" (19.25 Uhr)

Wissen und Weltverständnis, mit den eigenen Füßen erwandert: Ein Porträt des Autors und Philosophen, Bergsteigers und Forschers Herbert Tichy, dessen Geburtstag sich im Juni zum 100. Mal jährt. Er bestieg als erster Mensch gemeinsam mit Sepp Jöchler und dem Sherpaführer Pasang Dawa Lama den Thron der "Göttin in Türkis", wie der Cho Oyu, der sechsthöchste Berg der Welt, genannt wird. Dieser alpingeschichtliche Erfolg war der Höhepunkt von Tichys lebenslanger Wanderung durch die Landschaften Nepals und Tibets. Tichy war Abenteurer und Menschenfreund, er bereiste und erkundete die Welt in dem Versuch, sie zu verstehen und hat sein Wissen in mehr als zwanzig Büchern weitergegeben.

zeit.geschichte: "Alltag unterm Hakenkreuz: Mit der Kamera an der Ostfront (Teil 3)" (20.15 Uhr)

In Zeiten, da die "Deutsche Wochenschau" als Wahrheitsverkündung galt, bewies der blutjunge Bildreporter Götz Hirt-Reger Courage: Mit gerade einmal 22 Jahren kommt er im Winter 1942 an die Ostfront, allerdings hat er im Gepäck nicht nur seine offizielle Filmausrüstung, sondern auch seine private Kamera. Mit ihr dokumentiert er in eindringlichen Bildern Tod und Verwüstung, das Leid der Zivilbevölkerung und den Alltag der deutschen Soldaten. Die dritte und letzte Folge aus einer Trilogie, die auf Filmaufnahmen Hirt-Regers basiert.
Die Reihe "Alltag unterm Hakenkreuz", präsentiert von Friedrich von Thun, zeigt hauptsächlich privat gefilmte Farb- und Schwarz-Weiß-Aufnahmen, die nicht für Propagandazwecke gedreht wurden. So vermittelt die Serie einen unverstellten Blick auf den Nationalsozialismus und den Zweiten Weltkrieg. Das Filmmaterial wird dabei von namhaften Historikern neu bewertet und kann so in einem größeren Gesamtkontext gesehen werden.

zeit.geschichte: "Alltag unterm Hakenkreuz: Eva Braun - Hitlers Geliebte" (20.55 Uhr)

Hitlers Privatleben gehörte zu den am besten gehüteten Geheimnissen der NS-Zeit. So wurde erst nach Kriegsende bekannt, dass Hitler mit einer Frau, Eva Braun, zusammengelebt und sie schließlich auch geheiratet hat. Eva Braun war eine passionierte Hobbyfilmerin und hielt ihren Alltag im engsten Kreis um den Diktator regelmäßig mit ihrer Kamera fest. Ein Teil dieser Farbaufnahmen ist bis heute erhalten geblieben. Aufnahmen, die belegen, dass Eva Braun alles andere als eine unpolitische Mätresse war: Sie glaubte fest an den Nationalsozialismus - und ging ganz bewusst am 30. April 1945 mit Adolf Hitler in den Tod.
"Eva Braun - Hitlers Geliebte" ist die zehnte Folge der von Friedrich von Thun präsentierten Dokumentationsreihe "Alltag unterm Hakenkreuz".

Sonntag, 27. Mai 2012

Erlebnis Bühne - Künstlerporträt: "Michael Schade - Im Herzen ein Österreicher" (19.40 Uhr)

Er gehört zu den besten Tenören und Mozart-Sängern unserer Zeit: der in Genf geborene, in Deutschland aufgewachsene und in Kanada lebende Michael Schade. Obwohl auf allen Bühnen dieser Welt gern gesehen und daher vielbeschäftigt, nützt er dennoch jede Gelegenheit, um Liederabende zu geben und Meisterklassen abzuhalten. Der begeisterte Golf- und Fußballspieler bezeichnet sich selbst als Genussmenschen. Das Porträt zeigt den Sänger in seinem kanadischen Heim in Oakville und in seiner künstlerischen Heimat Wien.

Erlebnis Bühne mit Barbara Rett: "Così fan tutte" (20.15 Uhr)

Barbara Rett präsentiert Mozarts "Così fan tutte" aus dem Jahr 1996 unter dem Dirigat Riccardo Mutis, der als Spezialist für Mozartwerke gilt. Zudem gelang es dem Regisseur Roberto de Simone, sowohl das Komische wie auch das Tragische dieser Geschichte einzufangen. "Così fan tutte o sia La scuola degli amanti" ("So machen es alle Frauen oder Die Schule der Liebenden") erzählt in zwei Akten von trügerischer Gewissheit der Treue, von Eifersucht, Schwächen und Schwindeleien. Dirigat: Riccardo Muti, Regie: Roberto de Simone, Solisten: Barbara Frittoli, Monica Bacelli, Angelika Kirchschlager, Michael Schade, Bo Skovhus, Orchester der Wiener Staatsoper.

Erlebnis Bühne mit Barbara Rett: "Sophie's Choice - Eine Oper für Angelika Kirchschlager" (23.20 Uhr)

Der Alptraum aller Eltern als hochdramatischer Opernstoff: Für die österreichische Mezzosopranistin Angelika Kirchschlager komponierte der Brite Nicholas Maw seine Oper über eine Frau, die als Häftling in Auschwitz entscheiden soll, welches ihrer beiden Kinder sie opfert und welches sie rettet. Der Roman, der der Oper zugrunde liegt, wurde durch die Verfilmung mit Meryl Streep weltberühmt. Angelika Kirchschlager wird die Sophie nach dem aufsehenerregenden Erfolg der Uraufführung 2002 an der Londoner Covent Garden Opera nun in der österreichischen Erstaufführung an der Volksoper singen. Eine Dokumentation von Karin Veitl und Thomas Bogensberger.

Montag, 28. Mai 2012

Doku.Zeit: "David Wants to Fly" (20.15 Uhr)

Auf der Suche nach dem persönlichen Lebensglück landet so mancher bei spirituellen Erfahrungen, besonders wenn - wie im Fall des Gurus Maharishi Mahesh Yogi - der "Himmel auf Erden" prophezeit wird. Der Filmregisseur David Lynch ist einer der ganz Prominenten, der das Meditationsimperium "Transzendentale Meditation" von Maharishi Mahesh Yogi tatkräftig unterstützt. Der charismatische Guru löste vor allem in den 60er Jahren eine Welle der Begeisterung für indisches Gedankengut aus. Der junge Filmemacher David Sieveking geht auf die Suche, um seine zwei Idole - David Lynch und Maharishi - zu verstehen. Was steckt hinter dieser Faszination?

DokuMente: "Das Glück aus der Dose: Kinder und Psychopharmaka" (21.55 Uhr)

Ruhig gestellte Zappler, Glückspillen für die Partylaune und Doping für die Schularbeit: Die Gabe von Psychopharmaka an Kinder und Jugendliche ist wegen drohendem und praktiziertem Missbrauch ein sehr heikles Terrain. Die Diagnosen von behandlungswürdigen psychischen Störungen bei Kindern nehmen aber stetig zu. Vor allem in den USA kommen schnell Medikamente zum Einsatz. Aber auch weltweit sind die Verordnungszahlen von Psychopharmaka bei Kindern in den vergangenen zehn Jahren um 250 Prozent gestiegen. Eine Kontroverse um Nutzen und Risiken einschlägiger Präparate.

DokuMente: "Alles, was Glück bringt" (22.40 Uhr)

Der Glaube, das Glück zwingen zu können, hat zur Entstehung einer unglaublichen Vielfalt von Amuletten und Talismanen geführt: Ob Pentagramm, Keltenkreuz oder Yin-Yang-Zeichen - alle sollen den Trägern Gutes bringen. Esoterikläden bieten ein Sammelsurium jener obskuren Objekte an, die auch in Völkerkundemuseen Vitrinen füllen. In der Dokumentation über die Welt des Aberglaubens kommen u. a. der Linzer Kulturphilosoph Robert Pfaller und der Leiter des Volkskundemuseums in Wien, Franz Grieshofer, zu Wort.

Wiener Vorlesungen "Burn-out. Modediagnose oder schwere Krankheit unserer Zeit?" (23.30 Uhr)

Wenn das Glück im Leben ausbleibt, kommt das Unglück ins Spiel, und an oberster Stelle der gefürchteten Szenarien eines unglücklichen Lebensverlaufes steht die Krankheit. Ist organisch kein Grund für das Krankheitsgefühl zu finden, steht schnell die - häufig zunächst vom Patienten selbst gestellte - Diagnose "Burn-out-Syndrom" im Raum. Der Psychiater Michael Musalek und die Psychologin Beate Wimmer-Puchinger gehen der Frage nach, ob Burn-out nur eine Modediagnose oder eine schwere Krankheit ist. Es werden die komplexen Entstehungszusammenhänge und der Verlauf dieses Leidens beleuchtet. Letztlich versuchen die Teilnehmer auch Antworten darauf zu geben, wie eine zielführende Behandlung von Burn-out aussehen könnte.

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