OTS0056 5 KI 0363 NEF0004 II Mi, 16.Mai 2012
Kultur / Kunst / Finanzen / Politik

Kulturministerin will Förderung zeitgenössischer Kunst und Kultur in Regierungsprogramm verankern

Wien (OTS) - Die "Plattform zeitgenössischer Theater- und Tanzhäuser" (P.Z.T.T.) fordert ein stärkeres kulturpolitisches Engagement des Bundes in Wien für kleine und mittlere Bühnen. SP-Ministerin Schmied will die Forderungen der Theatermacher umsetzen - und wünscht sich einen "intellektuellen Aufschrei" der KünstlerInnen gegen die herrschende neoliberale Politik.

Vertreterinnen und Vertreter von 20 Wiener Theatern trafen am gestrigen Dienstag mit Kulturministerin Claudia Schmied (SPÖ) zusammen, um die langfristige Entwicklung der Wiener Theaterlandschaft und die gegenwärtige Vergabepraxis des Bundes zu diskutieren. Im Zentrum stand die Erhöhung der Fördermittel für kleine und mittlere Bühnen und die Neuregelung der Sozialversicherung für freischaffende Künstlerinnen und Künstler.

Schmied bezeichnete es als ihr erklärtes politisches Ziel, eine deutliche Aufwertung zeitgenössischer Bühnen in der Regierungserklärung für 2013 zu verankern. Angesichts einer zunehmend neoliberal orientierten Politik stehe sie den Positionen der P.Z.T.T. äußerst positiv gegenüber - und wünsche sich einen "intellektuellen Aufschrei" der KünstlerInnen. Hintergrund ist ein weitgehender Rückzug des Bundes aus der Förderung der Wiener Bühnen, der von der schwarz-blauen Bundesregierung eingeleitet wurde.

Eine SprecherIn der Plattform zeigte sich im Anschluss an das Treffen optimistisch: "Wir sind froh, dass sich Schmied nun auch verstärkt den zeitgenössischen Bühnen zuwenden will, die wichtige künstlerische Impulse für die gesamte österreichische Theaterlandschaft liefern und auch international anerkannt und gut vernetzt sind". Man schätze das Engagement der Ministerin in Sachen Bildungsreform, habe aber bislang deutliche Defizite im Bereich der Kulturpolitik insbesondere in Wien gesehen. "Die Situation an unseren Häusern hat sich in den letzten Jahren immer weiter verschärft. Bereits 5 Millionen Euro mehr würden für den Anfang zur Entspannung beitragen", so die Sprecherin.

Besonders erfreut zeigte sich die Sprecherin über die Einrichtung von gemeinsamen Arbeitsgruppen, die der Ministerin beratend zur Seite stehen sollen. "Das ist eine faire und demokratische Form der Zusammenarbeit die zeigt, daß es der Ministerin ernst ist", hieß es. Im September habe man die nächste Zusammenkunft vereinbart.

Die P.Z.T.T. ist ein Zusammenschluss von 20 Wiener Bühnen, der Anfang des Jahres gegründet wurde und der die gemeinsamen Interessen der beteiligten Häuser gegenüber der Politik vertreten und durchsetzen soll.

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