OTS0123 5 CI 0508 NHS0001 Di, 15.Mai 2012
Gesundheit / Finanzen / Krankenkassen / Hauptverband

Krankenkassen: Endgültiges Jahresergebnis 2011 noch besser als erwartet

Erstmals sind alle Krankenversicherungsträger positiv

Wien (OTS) - Der im Jahr 2009 eingeschlagene Konsolidierungskurs sowie die aufgrund der guten Konjunktur erfreuliche Entwicklung der Beitragseinnahmen haben im vergangenen Jahr dazu geführt, dass erstmals alle 19 Krankenkassen einen positiven Jahresabschluss vorweisen können. Nach dem nun vorliegenden endgültigen Ergebnis rechnen die Krankenkassen bei einem Gesamtbudget von rund 15 Milliarden Euro für das abgelaufene Jahr 2011 mit einem Überschuss von 291 Millionen Euro. Damit hat sich das endgültige Ergebnis gegenüber dem im Februar veröffentlichten vorläufigen Endergebnis (plus 240 Mio. Euro) sogar noch um 51 Mio. Euro verbessert. "Erfreulich daran ist, dass im vergangenen Jahr alle Krankenversicherungsträger den Turn around geschafft haben und dass es den Kassen gelungen ist, ihre Finanzgebarung ohne Leistungseinschränkungen für die Versicherten zu konsolidieren", resümiert der Vorsitzende im Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger, Hans Jörg Schelling. Die Überschüsse werden dazu verwendet, den noch immer vorhandenen Schuldenberg zu tilgen. "Unser Ziel ist, bis 2013 schuldenfrei zu sein", so Schelling. Zur Erinnerung: Am Beginn der Krankenkassenkonsolidierung im Jahr 2010 lag der Schuldenstand bei über 1 Mrd. Euro.
Angesichts der von der Bundesregierung beschlossenen Maßnahmen zur Budgetkonsolidierung im Umfang von rund 27 Milliarden Euro und des von der Sozialversicherung erwarteten Konsolidierungsbeitrags in Höhe von 1,372 Milliarden Euro (2012-2016) ist klar, dass der eingeleitete Konsolidierungskurs über das Jahr 2013 hinaus fortgesetzt werden muss. Dies umso mehr, als die von der Bundesregierung beschlossenen Massnahmen (Senkung des Dienstgeberbeitrages bei den öffentlich Bedienstetetn, Absenkung des Hebesatzes bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft und der Versicherungsanstalt für Eisenbahnen und Bergbau) im heurigen Jahr zu geringeren Einnahmen bei diesen Krankenversicherungsträgern führen wird. Aus diesem Grund rechnen die Krankenversicherungsträger in ihrer Finanzprognose für das laufende Jahr nach vorsichtiger Schätzung "nur noch" mit einem Überschuss von 24 Mio. Euro, im Februar sind dies noch plus 66 Mio. Euro gewesen. Darin berücksichtigt sind die seitens der Bundesregierung zur Verfügung gestellten 40 Millionen Euro aus dem Kassen-Strukturfonds sowie die Auswirkungen der mit dem Hauptverband vereinbarten Finanzziele.
In diesem Zusammenhang appelliert Schelling an alle politisch Verantwortlichen in Bund und Ländern, jetzt endlich die mit der Budgetkonsolidierung angepeilte und im Masterplan des Hauptverbandes vorgesehene Gesundheitsreform umzusetzen. "Mit den in der politischen Steuerungsgruppe bisher erzielten Ergebnissen - Einführung eines sogenannten Finanzzielsteuerungssystem und ein mit 3,5 Mrd. Euro fixierter Kostendämpfungspfad - ist ein wichtiger Schritt gelungen, um auch im Spitalsbereich die Kostenentwicklung in den Griff zu bekommen und das System nachhaltig finanzierbar zu halten, so wie das die Krankenversicherungsträger bereits vorexerziert haben", zeigt sich Schelling zuversichtlich.
Die Sozialversicherung garantiert unabhängig von Alter, Einkommen, sozialer Herkunft und Bildung hochwertige Gesundheitsversorgung und eine sichere Pensionsvorsorge. Aktuell sind rund 8,2 Millionen Menschen anspruchsberechtigt (Versicherte und mitversicherte Angehörige). Der Behandlungsanspruch aus der Krankenversicherung wird beim Mediziner durch das e-card-System angezeigt: Die e-card als Schlüsselkarte enthält keine medizinischen Daten, ermöglicht dem Arzt aber die Überprüfung des Versicherungsstatus eines Patienten und die Nutzung weiterer Services. Der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger ist das organisatorische Dach über der solidarischen Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung Österreichs.

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