OTS0197 5 WI 0408 AKN0001 CI Mo, 23.Apr 2012
Konsumenten / Arbeiterkammer / Finanzen / Niederösterreich / Wirtschaft

AKNÖ: "Unkompliziert, superschnell und top verzinst gibt's nicht!"

NÖ KonsumentInnen fallen immer häufiger auf dubiose Kreditvermittler herein

Wien (OTS) - Die AKNÖ warnt eindringlich vor Versprechungen einer schnellen und günstigen Kreditvermittlung aus dem Internet. In Not geratene Kreditsuchende werden dabei dreist abgezockt.

Die Not der Kreditsuchenden wird beinhart ausgenutzt. Dubiose Kreditvermittler, die bei oberflächlicher Betrachtung einen schnellen und unkomplizierten Kredit anbieten, treiben ihr Unwesen. Auch Monika S. aus dem Bezirk Neunkirchen ist über die Internetseite powerkredit.at so einem Kreditvermittler auf den Leim gegangen. Da Frau S. Bezieherin einer Mindestpension und ihr Mann arbeitslos ist, hat ihre Hausbank ihren Kreditwunsch in Höhe von 150.000 Euro abgelehnt. Doch die Kreditvermittlung im Internet entpuppte sich zunehmend als dreiste Abzocke. Bereits für den ersten Anruf zur Kontaktaufnahme entstanden für Frau S. durch die Mehrwertnummer und die lange Warteschleife enorm hohe Kosten. Für das Zusenden des Vertrages und weiterer Unterlagen per Nachnahme verlangte die Schweizer Kreditvermittlungsfirma "House of Finance" von der Niederösterreicherin rund 850 Euro. Bis zum Schluss hoffte Frau S. doch noch ihren Kredit zu erhalten und überwies das Geld. Was dann kam, war kein Kredit sondern ein Vertrag zur "Finanzsanierung". AKNÖ-Konsumentenexperte Ernst Hafrank kennt diesen Ablauf: "Die Kreditvermittler führen KonsumentInnen so in die Irre, dass diese zunächst glauben, einen Kredit von der Firma zu erhalten. Nachdem die KonsumentInnen bereits Geld überwiesen haben, stellt sich heraus, dass unter dem Angebot der "Finanzsanierung" bloß ein Vertrag zu einer Schuldnerberatung mit monatlich anfallenden Gebühren zustande kommt. Hätte die Konsumentin von Beginn an genau nachgelesen, wäre es überhaupt nicht dazu gekommen."

Hafrank: "Keine seriöse Kreditvermittlung"

"Bei solchen Angeboten handelt es sich um keine seriöse Kreditvermittlung", warnt Hafrank. Die vermeintlichen Kreditvermittler seien vor allem darauf aus, den verzweifelten Kreditsuchenden möglichst lange zappeln zu lassen, um daraus Profit zu schlagen. Da viele dieser Firmen ihren Sitz außerhalb der EU haben und oft ausländische Rechtsgrundlagen vereinbart werden, mache das den Vertragsausstieg oder eine Rückforderung bezahlter Beträge oft sehr schwierig. Der Experte rät: "Finger weg von allzu verlockend klingender Kreditvermittlung und genau nachlesen. Den unkomplizierten, superschnellen, günstigen und obendrein top verzinsten Kredit gibt's nicht. Bei Verschuldung ist man besser beraten, eine öffentliche Schuldnerberatungsstelle aufzusuchen." Die AKNÖ-ExpertInnen helfen Frau S. und ihrem Mann dabei, das bereits überwiesene Geld doch noch zurückzubekommen. Unter arbeiterkammer.at/konsument "Achtung Falle - Vorsicht bei Finanzsanierung" gibt es eine Liste von bisher bekannten Unternehmen, vor denen die AKNÖ eindringlich warnt sowie Musterbriefe für den Rücktritt von solchen Verträgen.

Rückfragen & Kontakt:

AKNÖ-Konsumentenberatung
Ernst Hafrank
Tel.: 01/58883-1310

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