OTS0189 5 II 0383 LKE0001 Mo, 20.Feb 2012
Bildung / Schulen / Kinder / Finanzen

Schulbücher wieder verwendbar machen!

Es gibt viele Möglichkeiten in der Bildung sinnvoll zu sparen

Wien (OTS) - Während der Verbraucherpreisindex von 104,5 im Jahr 2002 auf 125,0 im Jahr 2011 (lt. Statistik Austria) stieg - das sind rund 25%! - wurden die Schulbuchlimits (das ist der Höchstbetrag für die Bestellung von Schulbüchern pro SchülerIn) für 2012 deutlich weniger erhöht. Für die Vorschulen z.B. um 2,56% von 22,30 im Jahr 2002 auf 22,80 im Jahr 2012. Auch vielen andere Schulen, vorwiegend AHS-Oberstufen sowie Berufsbildende Höhere Schulen) erhalten deutlich weniger als die Preissteigerung beträgt.

Enthalten ist im Schulbuchlimit das SbX - das Schulbuch Extra, dessen Inhalte die Schulbücher ergänzen ABER einen Computer mit Internetzugang voraussetzt. Da das SbX das Schulbuchlimit nicht belastet (die Bücher kosten mit oder ohne SbX gleich viel) wird es von den Lehrkräften bereits im Volksschulbereich gerne eingesetzt. Jedem Schüler sein eigener Computer!

Folgende Alternativen, um die fehlenden Bücher zu ersetzen, stehen zur Auswahl:
- Die Eltern erhalten eine Liste mit den zu besorgenden und natürlich selbst zu bezahlenden Büchern.
- Der Elternverein wird um Unterstützung ersucht; worauf dieser seine Beiträge erhöht oder weniger Kindern aus nichtbetuchten Familien die Teilnahme an Schikurs, Sportwoche, etc. ermöglichen kann oder keine anderen, an den Schulen benötigten Investitionen oder Veranstaltungen mehr unterstützen kann, oder...
- Die Lehrer sehen sich gezwungen, Raubkopien aus den Büchern anzufertigen, was die ohnehin bereits enormen Kopierkosten pro Klasse noch weiter in die Höhe schnellen lässt
- Die Schüler halten Internetlinks oder Dateien die sie zu Hause ausdrucken müssen. Dass Jeder Schüler einen Computer mit Farbdrucker zur Verfügung hat wird ohnedies vorausgesetzt.

Gleich wofür man sich entscheidet, die Eltern müssen wieder einmal (zusätzlich) zahlen.

Wieso spart man nicht an der richtigen Stelle?

Die, aus Steuermittel finanzierten, Schulbücher gehen derzeit in das Eigentum des Schülers über und dürfen von den Schulen nicht eingesammelt und weiterverwendet werden, es sei denn, der/die SchülerIn gibt sie freiwillig zurück. Erschwert wird das aber dadurch, dass zahlreiche Aufgaben in den Büchern zu lösen sind und ein beschriebenes Buch kann man nicht weiterverwenden.

Bitte daher umdenken: Schulbücher sind BÜCHER. Arbeitsaufgaben können in Heften oder in (als Beilage gelieferten) Mappen gelöst werden und sind daher auch weit kostengünstiger aktualisierbar!

Rückfragen & Kontakt:

Landesverband Katholischer Elternvereine Wiens
Hr. Mag. Christian Hafner;
Tel.: +43 0664 89 03 953; Email: wien@hvkev.at;
Homepage: www.hvkev.at/wien

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