OTS0012 5 CI 0309 VPF0001 II Fr, 09.Dez 2011
Umwelt / Tiere / Ukraine / Politik / Regierung

Ukrainische Streunerhunde: Appell an die Bundesregierung ist nicht genug

VIER PFOTEN in Verhandlungen für konkrete Projekte vor Ort

Wien (OTS) - Seit Wochen gibt es schockierende Berichte über die massenhafte Tötung von Streunerhunden in der Ukraine. Als Vorbereitung für die Fußball-EM 2012 sollen sich die Austragungsorte der Spiele hundefrei zeigen. Dass zu diesem Zweck tausende Hunde auf grausamste Weise umgebracht wurden, führte zu weltweiten Protesten und dem offiziellen Stopp der Tötungen. Dass nun auch das österreichische Parlament eine Erklärung zu diesem Sachverhalt von Seiten der Bundesregierung verlangt, wird von der internationalen Tierschutzorganisation VIER PFOTEN zwar begrüßt. Aber ein Protest allein sei zu wenig, es müssten auch konkrete Schritte zum Schutz der Streuner folgen.

"Wir sind schon seit Monaten in Kontakt mit lokalen Tierschutzorganisationen und Politikern", so Geschäftsführerin Johanna Stadler. "Auch wenn es ein langer Weg war, den niemand beachtet hat, stehen wir nun kurz vor der Vertragsunterzeichnung." VIER PFOTEN hat nur auf Grund des diplomatischen Vorgehens so weit kommen können, dass schon in den nächsten Tagen eine Vereinbarung für ein Sterilisationsprojekt in Lemberg ansteht. Lemberg ist eine der Austragungsstätten der Fußball-EM und Gastgeber der Nationalmannschaften von Deutschland, Portugal und Dänemark.

Nach Untersuchungen vor zwei Wochen kommt in den nächsten Tagen wieder ein Expertenteam in die westukrainische Stadt, um die logistischen Voraussetzungen für das Projekt zu schaffen. An Stelle der Lieferung von Hundefutter und ähnlichem über lange Distanzen will man möglichst alles vor Ort beschaffen, das fördert einerseits die ukrainische Wirtschaft und nützt indirekt auch den Tieren - diese werden dadurch eher als positiver Wirtschaftsfaktor denn als Störenfriede wahrgenommen.

"Wenn alles glatt läuft, können wir schon in wenigen Wochen unsere Arbeit dort aufnehmen", so Geschäftsführerin Stadler. Die Arbeit in der 700.000-Einwohner-Stadt soll als Pilotprojekt auch andere Städte dazu motivieren, eine tierfreundliche und nachhaltige Lösung anzustreben - auch nach dem Ende der EM.

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Richard Stern
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