OTS0220 5 II 0271 MKV0001 Fr, 11.Nov 2011
Innenpolitik / Bildung

MKV-Kukacka: Weitgehend selbstverschuldeter Flop des Bildungsvolksbegehrens

Zuviel ideologischer Ballast, zu wenig begabungsgerechte Förderung der Schüler

Wien (OTS) - "Knapp am weitgehend selbstverschuldeten Flop vorbei schrammte das Bildungsvolksbegehren des Hannes Androsch", stellte heute der MKV Vorsitzende Mag. Helmut Kukacka fest.

Die Gründe dafür liegen auf der Hand:

.)"Zuviel ideologischer Ballast durch die sozialistische Uraltforderung nach einer Gesamtschule, die dort, wo sie eingeführt wurde, keines ihrer Versprechen gehalten hat,

.)zu viel vordergründige Selbstdarstellung des politisch umstrittenen Hauptinitiators Androsch,

.)zu massives, einseitiges Trommelfeuer der österreichischen Medien,

.)ein zu überzogenes Schlechtreden des derzeitigen Schulsystems", führte Kukacka aus.

All dies hat die Bevölkerung zur Skepsis veranlasst und zu einer Abwehrreaktion gegenüber manchen einseitigen Forderungen des Bildungsvolksbegehrens geführt.

Trotzdem: Einige Anliegen des Bildungsvolksbegehrens sind wichtig und notwendig und müssen von der Politik weiterverfolgt werden, fordert der MKV. So spricht sich der MKV für stärkere Schulautonomie bei der Festlegung der pädagogischen Ziele und beim Personalmanagement aus. Notwendig sind ebenfalls deutlich mehr und bessere Angebote für ganztätige Schulformen und eine umfassende Aus-und Weiterbildung der Lehrer, fordert der MKV.

Das matte Ergebnis des Volksbegehrens ist jedenfalls auch eine Absage der Mehrheit der Bevölkerung für den harten Kern des Volksbegehrens, nämlich die Forderung nach der Gesamtschule.
In Zukunft müsse der Schwerpunkt- statt auf ständige Schulstrukturdebatten- auf innere Schul-und Unterrichtsreformen gelegt werden: Weg von der Durchsetzung ideologischer fixierter Gleichheitsvorstellungen im Schulsystem, hin zu einer begabungsgerechten Förderung der Talente und Neigungen der Schüler in einem vielfältigen und leistungsorientierten Schulsystem.

Völlig inhomogene Klassen in einer Gesamtschule überfordern nämlich Kinder und Lehrer, die Schwächeren profitieren nicht, die Guten werden gebremst und das Niveau sinkt, stellte der MKV fest.

Rückfragen & Kontakt:

MKV:
Gregor Stiebellehner
Stiebellehner@gmx.net

***OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT***

OTS0220 2011-11-11/12:53