OTS0214 5 II 0290 BFZ0002 Di, 25.Okt 2011
Bildung / Jugend / Kinder / Schulen / Politik / Recht

Schilcher: Einigung auf die Neue Mittelschule ist nicht die dringend benötigte Reform

Österreich braucht keinen Placebo, sondern Bildungsgerechtigkeit durch die gemeinsame Schule der 10-14-jährigen

Wien (OTS) - "Wenn man von drei Schultypen einen Schultyp
umbenennt, ergibt das nicht die umfassende Reform, die Österreich dringend braucht. Die Neue Mittelschule ist eine Themenverfehlung und führt nicht zur gemeinsamen Schule für alle 10-14-jährigen. Bildung bleibt so in Österreich weiterhin eine Frage der Vererbung", betont Bernd Schilcher, Mitinitiator des Bildungsvolksbegehrens und widerspricht damit der Aussage von Bundeskanzler Faymann nach dem heutigen Ministerrat, wonach ab 2015/16 "Schülerinnen und Schüler eine gemeinsame Schule besuchen" werden.

"Wenn alle Hauptschulen einen neuen Namen bekommen, wird dadurch das Problem der frühzeitigen Selektion der Kinder mit neuneinhalb Jahren ebenso wenig beseitigt, wie der aufgeblähte Verwaltungsapparat in der Schulaufsicht", so Schilcher. "Es wird dann drei parallele Schultypen geben: die AHS-Unterstufe, die Sonderschule und die Neue Mittelschule - jeweils mit dem gesamten Verwaltungsapparat im Rücken und keiner einheitlichen Bundeskompetenz bei den Lehrkräften. Das ist keine zukunftsweisende Reform."

Das Volksbegehren Bildungsinitiative fordert vielmehr ein "sozial faires, inklusives Bildungssystem, in dem die Trennung der Kinder nach ihren Interessen und Begabungen erstmals am Ende der Schulpflicht erfolgt."

"De facto hätte die Regierung auch vor drei Jahren die Hauptschulen reformieren können. Das Ergebnis wäre das gleiche gewesen und wir hätten uns den gesamten Etikettenschwindel rund um die Neue Mittelschule ersparen können. Wer von diesen Täuschungsmanövern der Regierung enttäuscht ist, kann nun etwas tun:
Werden Sie für eine umfassende Bildungsreform und für bessere Bildungszukunft für unsere Kinder aktiv - und unterschreiben Sie das nächste Woche startende Bildungsvolksbegehren", so Schilcher abschließend.

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Volksbegehren Bildungsinitiative
Mag. Georg Koenne
Pressereferent
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